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Jörg Kachelmann eröffnet Wetterstation im Weserangerbad mit großer Publikumsbeteiligung

"Nicht von Wunstorf aus Rinteln-Wetter erfinden"

Rinteln (wm). Drei bis fünf Tage könne man Wetter zuverlässig vorhersagen, alles darüber hinaus, wie die landläufig gern gestellte Prognose wie der Sommer wird, sei Kaffeesatzlesen, verriet Jörg Kachelmann am Dienstag Nachmittag anlässlich der Wiedereröffnung der Wetterstation im Weserangerbad. Auch, wo man die zuverlässigsten Wettervorhersagen findet, liest oder sieht: Selbstverständlich in der ARD ("Hallo Niedersachen", dann vor der Tagesschau wie nach den Tagesthemen) und im Internet bei donnerwetter.de.

"Dieser Trichter muss immer sauber sein" - Beate Behrens ist bee

Eine große Zuschauerschar hatte sich im Weserangerbad eingefunden, um den TV-Star in Aktion zu sehen, der dann auch mit launigen Sätzen die Erwartungen seines Publikums voll erfüllte. Der selbst zum eilig herbeigeschafften Imbus-Schlüssel griff ("Nummer 3, das ist Ikeastandard"), um für Pro-Rinteln-Geschäftsführerin Beate Behrens eigenhändig den Regenmesser der Station auseinander zu schrauben und Wartung wie Funktion der Anlage zu erläutern: "Dieser Trichter muss immer sauber sein, sonst stimmt die Niederschlagsmenge nicht!" Die zu erwartenden Daten, so Kachelmann, würden sich im Weserangerbad gegenüber dem vorigen Standort in Steinbergen geringfügig ändern, vor allem die Nächte an der Weser seien kälter ("besonders bei Packeis!"). 450 Stationen betreibe Meteomedia inzwischen bundesweit, schilderte Kachelmann, gemäß dem Motto: Wer lokales Wetter vorhersagen will, müsse auch lokales Wetter messen, "nicht von Wunstorf aus das Wetter in Rinteln erfinden". Ehe Kachelmann mit Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz das obligate rote Band vor der Station zerschnitt, entwickelte sich ein munterer Dialog zwischen Publikum und TV-Metereologen. Kachelmann griff jedes Stichwort auf: Siebenschläfer? Eine Wetterregel die in den Alpen entdeckt worden sei und damit - logisch - an der Nordsee keine Aussagekraft mehr habe. Dazu müsse man auch wissen, die Siebenschläferregel hätten Bauern schon vor 1582, vor der gregorianischen Kalenderreform entdeckt. Was bedeute: Der Spätfrost komme zehn Tage später als am kalendarischen "Siebenschläfertag". In Empfang genommen hatten den Schweizer Metereologen Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz, der ihm als Souvenir aus der Weserstadt einen Rinteln-Schirm aufspannte, Stefan Reineking als Vorsitzender und Günther Klußmeyer als Geschäftsführer des Marketingvereins Pro Rinteln.

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