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Broschüre informiert in 11. Auflage über St. Ägidien in Hülsede

Neuer Führer für die alte Kirche

Hülsede (nah). Die elf mächtigen Gemälde in den Gewölbekappen der Hülseder Ägidienkirche müssen nicht mehr länger mit dem Kopf im Nacken bestaunt werden. Soeben hat der Kirchenvorstand eine neue Broschüre herausgegeben, in der das Sehens- und Wissenswerte des alten Gotteshauses abgebildet und beschrieben ist. Die jetzt elfte Auflage wurde umfassend überarbeitet.

Passendes Geschenk auch für Christen der eigenen Gemeinde: Herbe

Auch wenn es inzwischen keinen eigenen Pastor mehr gibt: Das Interesse an dem mächtigen Gebäude mit seinem klobigen Wehrturm ist nach wie vor groß. Das liegt vor allem an den im 16. Jahrhundert entstandenen Gewölbefresken, die als einzigartige "Bilderbibel" die Menschen nach Hülsede lockt. Zwar gibt es keine Statistik über die Besucherzahlen. Dass jedoch die früheren Auflagen des kleinen Kirchenführers mit insgesamt 8000 Exemplaren restlos vergriffen waren, sind für Pastor Dieter Meimbresse ein deutliches Zeichen. Sein Amtsvorgänger Heinz-Dieter Wittenborn und dessen Frau Ilse, die mit kleinen Alltagsbetrachtungen ebenfalls Faltblätter füllten und diese am Eingang auslegten, berichteten von ähnlichen Erfahrungen. Auf Wittenborn gehen auch die früheren Kirchenführer-Auflagen zurück. Von ihm stammen die meisten Texte und viele Bilder. Später gewann er den hannoverschen Profi-Fotografen Jens Schulze für weitere Aufnahmen. Die neueste Ausgabe, die mit 3000 Stück den voraussichtlichen Bedarf der kommenden Jahre abdecken soll, hat der Hülseder Eckhard Arndt um wesentliche Teile ergänzt. Alle elf Deckenmalereien sind in dem kleinen Heft abgebildet, darunter das besonders eindrucksvolle "große Weltgericht Jesu". Eigene Abschnitte widmet Arndt der Orgel sowie dem erst vor wenigen Jahren installierten modernen Osterleuchter des Springer Künstlers Andreas Rimkus. Für Kirchenvorsteher Herbert Meier geht mit dem neuen Heft ein großer Wunsch in Erfüllung - gerade rechtzeitig vor dem Ortsjubiläum, das 2009 wohl auch weiteres Publikum in die alte Kirche locken dürfte. Zudem gewinnt das Gotteshaus zunehmend an Bedeutung durch das nahe Wasserschloss, in dem Räume zum Beispiel für Hochzeiten vermietet werden. Manche Brautpaare haben sich deshalb bereits in St. Ägidien trauen lassen. Meier sieht im Kirchenführer jedoch auch einen großen Nutzen. Ganz in Ruhe lasse sich zu Hause etwas über die Bedeutung der sakralen Stätte und ihrer Einrichtungen nachlesen. Deshalb habe sich der Kirchenvorstand beeilt, die kleine Publikation rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest herauszugeben: "Ein ideales Geschenk für Einheimische und Auswärtige", glaubt Meier. Für 2,50 Euro ist die Broschüre bei ihm unter der Telefonnummer (05043) 31 91, im Lauenauer Pfarrbüro oder auch direkt im Eingangsbereich der täglich von 9 bis 17 Uhr geöffneten Kirche zu haben. Einige Exemplare liegen dort aus. "Wir hoffen auf Ehrlichkeit der Besucher", betont Meier, der den Verbleib beziehungsweise die Einnahmen regelmäßig kontrollieren will. Falls der neue Lesestoff aber erst richtig neugierig machen sollte: Bei rechtzeitiger Anmeldung unter der Telefonnummer (05043) 14 37 vermittelt das Lauenauer Pfarrbüro einstündige Führungen. Gegen einen kleinen Kostenbeitrag können Besucher dann noch mehr erfahren als im kleinen Heft steht.

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