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"Herzlich willkommen in Obernkirchen": Unterwegs mit dem Vorsitzenden des Wirtschaftsfördervereins

Neue Dienstleister sind ja immer gern gesehen

Obernkirchen (rnk). Als er so durch Deutschland gedüst ist, von Norden nach Süden und wieder zurück, da hat er irgendwann, vor einigen Jahren, das Schaumburger Land entdeckt. Und dort die Stadt Obernkirchen. Das hat was, hat sich Reinhard Koch gedacht, das Stift, der Markt, der Kirchplatz - das ist was Geruhsames und damit gut fürs Gemüt.

Reinhard Koch

Jetzt hat der 62-Jährige seinen beruflichen Schwerpunkt und Lebensmittelpunkt in die Bergstadt verlegt. Koch ist Coach, er gibt in der Schluke 7 Seminare für Chefs und Schulungen für Mitarbeiter, wie er Joachim Gotthardt erklärt, der als Vorsitzender des Vereins für Wirtschaftsförderung seinen Antrittsbesuch bestreitet. Das Grundkonzept seiner Seminare erklärt Koch so: Der Schlüssel für geschäftlichen und persönlichen Erfolg liegt in der eigenen Persönlichkeit und den zur Verfügung stehenden Handlungskompetenzen. Er zeigt, wie das geht. In Vehlen ist Gotthardt Hahn im Korb. Das "Cleopa tra Day Spa" hat vor wenigen Wochen eröffnet, Gotthardt fragt nach der Resonanz. Spa- und Wellnesstrainerin Nicole Maas ist durchaus zufrieden, auch wenn es Tage gibt, an denen der Zuspruch eher überschaubar ist. Man lebt vorwiegend von der Mundpropaganda - und damit von zufriedenen Kunden. Geworben wird aber auch mit Flyern und Angeboten, erzählt Hatice Gözkan, die den Friseursalon "Frisur und Harmonie" leitet. Geplant war das so nicht, erzählt sie. Im Mai letzten Jahres hat sie vor der Handwerkskammer Hannover ihren Meistertitel bestanden, einige Monate später hat sie in einem Kaufhaus einen Aushang gesehen: Meisterin gesucht. Ein kurzer Anruf, eine längere Besichtigung - und Hatice Gözkan hat begonnen, die Räume zu sanieren. "Eigentlich wollte ich ein Friseurgeschäft übernehmen, das bereits besteht", sagt sie, aber so, wie es gekommen ist, sei es auch gut. Ilona Möbes von "Relax Kosmetik" und Aynur Patzenhauer von "Fußzeit" lassen sich von Gotthardt derweil das neue Konzept der OK-Karte erklären. 2009 soll sie in einer Auflage von 7000 erscheinen, von denen 5000 Hefte in Obernkirchen verteilt werden. Der Rest wird aufgeteilt und in Rolfshagen und Liekwegen verteilt werden. Auch beim Stammtisch, erklärt Gotthardt, seien neue Mitglieder mit neuen Ideen stets willkommen. Die Stadt Obernkirchen, so erklärt Gotthardt, bestehe nicht allein aus der Innenstadt: "Auch die Orte gehören dazu." Vor dem Mut des Mädchen-Quartetts, in Vehlen eine Wellness-Oase auf die Beine stellen zu wollen, zieht er ebenso den Hut wie vor Hubert Holtmann, der für die Neugestaltung seines Möbelhauses "richtig Geld in die Hand genommen hat" - und dies bei einer Konkurrenz, die zuweilen unter deutlich schöneren Rahmenbedingungen ihre Produkte bewerben und verkaufen darf. In der Neumarktstraße wird gerade renoviert, hier wird ein hochwertiger HiFi-Händler demnächst seine Produkte präsentieren. Am Ende der Straße ist saniert worden. Und zwar kräftig, wie Gotthardt bemerkt: Die Allianz-Vertretung hat sich um eine Kraft vergrößert, daher ist das Trio ein paar Häuser weitergezogen. "Wir wollten schon in der Neumarktstraße bleiben", sagt Dennis Kulack. Die Sanierung, findet Gotthardt, werte die Straße richtig auf. Der Vorsitzende des Wirtschaftsfördervereins ist nicht unzufrieden, wenn er für das Jahr 2008 eine wirtschaftliche Bilanz ziehen soll. Sicher, in der Innenstadt stehen viele Geschäfte weiterhin leer, aber das Rösertor ist fertig, die Stadt hat endlich ihr Schuhgeschäft erhalten, mit der IGS würde Obernkirchen weiter aufgewertet, am Horizont dämmert die durchaus realistische Vision eines Klinikums Schaumburg heran. Die Landschaft wird sich nicht von heute auf morgen ändern, meint Gotthardt, aber auf Dauer wird Obernkirchen schon eine Überlegung beim Pflegepersonal spielen, wenn es um die Wohnortfrage geht. Am Schluss seiner Begrüßungsrundreise steht Gotthardt in der Langen Straße vor dem Neubau, der Wohngalerie Obernkirchen. Solche Wohnungen mit so einem traumhaften Ausblick findet man auch nicht alle Tage, in ganz Schaumburg nicht, meint er. Und nach einem kurzen Moment: "Der Garten wird auch sehr schön."

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