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NDZ-Wahlforum in Springe: Sechs Bundestagskandidaten – ein Termin

SPRINGE. Wird Angela Merkel Kanzlerin bleiben? Und welche heimischen Kandidaten werden die Interessen der Springer im Bundestag vertreten? Antworten gibt es bei der Bundestagswahl am 24. September.

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Saskia Helmbrecht Volontärin zur Autorenseite

Dann entscheidet sich, wer für den Wahlkreis 47 nach Berlin geht. Die NDZ stellt die Kandidaten vor und erklärt, was bis zur Wahl wichtig ist. Diese Kandidaten sitzen am Dienstag, 19. September, im Schulzentrum Nord dem Podium:

Matthias Miersch:
Seit 2005 vertritt Matthias Miersch den Wahlkreis Hannover-Land II im Deutschen Bundestag. Dort ist er umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und Sprecher der Parlamentarischen Linken in der SPD-Bundestagsfraktion. Der 49-Jährige wurde in Hannover geboren und hat dort Rechtswissenschaften studiert. Mit 21 Jahren ist er in die SPD eingetreten und kandidierte 1991 für den Rat der Stadt Laatzen. Seit Ende 2013 ist er zudem Mitglied des Parteivorstands der SPD. Im Rahmen seines achtjährigen Ersatzdienstes bei der Johanniter-Unfall-Hilfe in Ronnenberg hat er den Bereich Gesundheit und Pflege kennengelernt. Von 1983 bis Mitte der 90er-Jahre war er im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit in der Thomasgemeinde Laatzen und im CVJM Laatzen aktiv. Miersch lebt in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Maria Flachsbarth
Maria Flachsbarth (CDU) ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit Dezember 2013 ist sie zudem parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und seit 2014 stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Geboren wurde sie 1963 in Lünen/Westfalen, aufgewachsen ist sie in Verl und machte 1982 ihr Abitur am Gymnasium Nepomucenum in Rietberg, Ostwestfalen. Anschließend studierte sie Tiermedizin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover und promovierte 1990. 1991 trat sie in die CDU ein.

Sie ist verheiratet mit Cord-Hinrich Flachsbarth und hat zwei Söhne. Flachsbarth ist bekennende Katholikin und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken sowie Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes.

Harald Klotz
2002 trat er in die FDP ein: Jetzt kandidiert der Springer Harald Klotz für den Bundestag. 2004 folgte der Eintritt in den Liberalen Mittelstand, im selben Jahr wurde er stellvertretender Vorsitzender des Liberalen Mittelstands. 2011 bis 2012 saß er im Stadtrat Springe, ist Vorsitzender der Springer FDP und Mitglied im Regionsvorstand. Klotz ist ausgebildeter Sozialversicherungsfachangestellter, Programmierer und Controller und seit 2003 selbstständiger Unternehmensberater im Bereich Gesundheitswirtschaft. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in einem Mehrgenerationenhaus. Er wurde am 1. Oktober 1970 in Hannover geboren. Klotz ist in Bennigsen aufgewachsen und hat die Realschule in Springe besucht. Anschließend folgte eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten. Seinen Zivildienst absolvierte er beim Blutspendedienst. Er spielt Fußball in der Ü40-Mannschaft des FC Völksen.

Roland Panter

Er will für die Grünen in den Bundestag einziehen: Roland Panter. Erst seit gut zwei Jahren mischt er als „Grüner Panter“ in der Partei mit. Er selbst bezeichnet sich als politischen Quereinsteiger, der es als Vorteil sieht, mit keiner politischen Historie vorbelastet zu sein. Der Vater eines fünfjährigen Sohnes lebt mit seiner Frau in Hämelerwald. Aufgewachsen ist der 43-Jährige ebenfalls auf dem Land – in einem kleinen Dorf bei Herford. Wie er sich vom Alltag erholt? Mit täglichen Spaziergängen im Grünen. Immer an seiner Seite hat er seinen Hund. Seit mehr als 20 Jahren ist Panter als selbstständiger Kommunikationsberater tätig. Dabei hat er es oftmals mit jungen Start-Ups zu tun. Zudem hat er als Autor mehrere Fachbücher veröffentlicht. Der 43-Jährige ist Mitglied im Ortsrat Hämelerwald und sieht seinen Arbeitsschwerpunkt im Bereich der Digitalisierung.

Jessica Kaußen
Sie will die Linken im Deutschen Bundestag vertreten: Jessica Kaußen, ist Bundestagskandidatin für den Wahlkreis 47 Hannover Land. Die 27-jährige Mutter einer dreijährigen Tochter ist verheiratet und wohnt in Laatzen-Mitte. Sie führt neben ihren Parteiposten sowohl die Linken-Fraktion im Laatzener Rat als auch die Regionsfraktion an. Ihr Abitur hat sie 2010 an der „Albert-Einstein-Schule“ in Laatzen absolviert. Anschließend hat sie fünf Jahre im Einzelhandel gearbeitet. Nach einem Wechsel des Studienfachs von Mechatronik zu Elektrotechnik macht sie derzeit ihren Bachelor an der Leibniz-Universität Hannover und hat sich anschließend vorgenommen, ihren Master zu machen. In die Partei ist sie im Oktober 2010 eingetreten. Sie ist unter anderem Mitglied in der IG-Metall, bei Verdi und im Sozialverband Deutschland. Privat reitet sie gern – als Ausgleich zum Studium.

Sabine Ehrke
Sabine Ehrke will für die Partei „Alternative für Deutschland“ am 24. September als Abgeordnete für den Wahlkreis 47 Hannover Land in den Bundestag gewählt werden. Ehrke wurde am 5. November 1964 geboren, aufgewachsen ist sie in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Ein Studium blieb ihr laut eigenen Angaben verwehrt, weil sie unerwünschte Musik hörte, nach Freiheit strebte und in der evangelischen Jungen Gemeinde tätig war. Nach ihrer Ausreise aus der DDR sei es ihr endlich möglich gewesen, neu zu beginnen, sagt die 53-Jährige. Sie arbeitete als Fotografin und als Journalistin. Lange Jahre war sie bei einem internationalen Tierfuttermittelhersteller als PR-Referentin tätig. Zudem gründete sie einen eigenen kleinen Verlag, den sie aber wieder aufgeben musste. Heute lebt die AfD-Bundestagskandidatin in Gehrden. shrm

Wer darf wählen?

Zur Bundestagswahl dürfen grundsätzlich alle deutschen Staatsbürger gehen, die am 24. September 1999 oder früher geboren sind, sagt Wahlkoordinator Karsten Kohlmeyer. Ausgenommen sind diejenigen, denen das Wahlrecht aberkannt wurde und sogenannte Auslandsdeutsche, die mit den politischen Verhältnissen in Deutschland nicht vertraut sein können.

Wie viele Springer sind wahlberechtigt?

In Springe sind 22 939 Bürger wahlberechtigt. Maßgeblich ist hier der Wohnort am Stichtag 13. August.


Wo gibt es in der Stadt Wahllokale?

Im Stadtgebiet sind 38 Wahlbezirke eingerichtet, in jedem Ortsteil mindestens einer. Das richtige Wahllokal, in dem man wählen kann, steht auf der gelben Wahlbenachrichtigungskarte.

Wie kann gewählt werden? Und was muss man beachten, wenn man an dem Tag gar keine Zeit hat?

Am einfachsten ist es, mit der Benachrichtigungskarte oder zumindest mit dem Personalausweis oder Reisepass am 24. September zwischen 8 und 18 Uhr in das Wahllokal zu gehen. Alternativ können mit der Rückseite der gelben Karte oder im Internet unter www.springe.de die Unterlagen für die Briefwahl bestellt werden. Die Unterlagen können auch direkt in der Briefwahlstelle im Feuerwehrgerätehaus Springe abgeholt und dort sogar gleich an Ort und Stelle ausfüllt werden. Wichtig ist: Wer Briefwahlunterlagen erhalten hat, sollte auch mit diesen wählen. Die Wahlbriefe müssen am Wahlsonntag bis 18 Uhr bei der Regionsverwaltung in Hannover sein, um mit ausgezählt zu werden.

Wie viele Stimmen hat man?

Jeder Wähler hat eine Erststimme, mit der er den Kandidaten wählt, der seinen Wahlkreis im Bundestag repräsentieren soll und eine Zweitstimme, mit der er über die sogenannten Landeslisten die Mehrheitsverhältnisse zwischen den Parteien im Bundestag mitbestimmt.


Wer noch unentschlossen ist, wen er wählt: Die Kandidaten von SPD, CDU, FDP, Grüne, Linke und AFD sind am Dienstag, 19. September, ab 19 Uhr im Schulzentrum Nord zu Gast – Stellen Sie Ihre Fragen im NDZ-Wahlforum.

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