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Gartenbauer setzen auf Nähe zur Autobahn / Ausstellung mittwochs bis sonntags geöffnet

Natursteingärten am Airport Hannover

Horsten/Hannover (rwe). Sonnschein und blauer Himmel begleiteten die Eröffnung der neuen "Natursteingartenwelt" am Flughafen Hannover, an der auch der Gartenbauunternehmer Dirk Seifert aus Horsten beteiligt ist. "An beiden Tagen war viel los", freute sich der Gärtnermeister über den "tollen Start" am Wochenende für ein besonderes Projekt.

Freuen sichüber die neue Gartenwelt an der A 352: Dirk Seifert a

Das Wetter hatte auch einiges gut zu machen bei den Ausstellern. Denn die Idee, direkt an der Autobahn 352 neben der "Fertighaus-Welt" eine 2800 Quadratmeter große Präsentationsfläche für Gärten aus Naturstein anzulegen, sei schon gut 14 Monate alt, sagt Initiator Jörg Horstmann, Inhaber der Firma "Cantera" aus Wunstorf. Doch der lange Winter im vergangenen Jahr ließ es nicht zu, dass sich die Gartenbauer um das Werbeprojekt kümmern konnten. "Da hatten wir nur fünf Monate Zeit, um Geld zu verdienen. Das ging vor." Nun aber sind die fünf Themengärten an der Münchner Straße fertig. "Wir haben viel Fleiß, Schweiß und Stein investiert", ergänzt Horstmann. Der Natursteinhändler wählte fünf ihm vertraute Gartenbaubetriebe aus dem Großraum Hannover aus, mit ihm gemeinsam das Projekt zu verwirklichen. "Einer allein kann so eine Vielfalt nicht bei sich präsentieren." Alles zusammen genommen haben die Firmen laut Horstmann gut eine Million Euro in die Freiluft-Ausstellung investiert, die künftig mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet ist. Aus Schaumburg sind der Hagenburger Torsten Tessmer und Dirk Seifert aus Horsten mit dabei, beide langjährige Cantera-Partner. "Da musste ich nicht lange überlegen, ob ich mitmache", sagt Seifert. Er hofft, auf diesem Weg ganz gezielt angehende Bauherren als Kunden zu gewinnen. "Für uns ist wichtig, dass unsere Ausstellung von der Autobahn aus zu sehen ist", ergänzt Horstmann. Der Flughafen mit seinen 5,8 Millionen Passagieren pro Jahr sei ein wichtiger Grund für die Standortentscheidung gewesen. "Viele Menschen werden uns auf dem Weg sehen und sich später daran erinnern." Die Betreiber setzen auf Synergien mit der gleichzeitig geöffneten "Fertighaus-Welt", die es seit August 2005 gibt.Das Kalkül: Wer sich ein Haus leistet, der will auch einen schönen Garten. Gut 60 000 Besucher sollen sich künftig jährlich auf dem Gelände umsehen und sich von den Mustergärten inspirieren lassen. Die "gestalteten Räume" und verschiedenen Themen sollen den Kunden helfen, ihre Richtung zu finden und ihre Vorstellungen zu äußern, erklärt Horstmann seine Idee. "Oft gibt es doch Missverständnisse."Zu sehen sind ein mediterraner Garten, ein Bauerngarten, ein englischer Garten, ein moderner, minimalistischer Garten und eine Fläche mit vier verschiedenen Stadtgärten. Horstmann hat die Ausstellungfläche für zehn Jahre gepachtet und eine Option auf weitere zehn Jahre. Kaufen kann er das Gelände nicht. Das gesamte Areal gehört zur Flughafenerweiterungsfläche - der Airport Hannover hält sie in Reserve, um sich eines Tages möglicherweise vergrößern zu können.

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