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"Fröhliche Rentner" reisen ins ehemalige Ostpreußen / Schifffahrt auf Masurischer Seenplatte

Nach 63 Jahren alte Heimat wiedergesehen

Steinbergen (rd). Die Fröhliche Rentnerrunde ist mit einer Gruppe nach Polen ins ehemalige Ostpreußen gereist. Der erste Stopp war das Hotel Mragovia in Sensburg am Juoso See.

Deutsch-polnische Gespräche: Ein kleiner Einblick in die alte He

Einige gebürtige Ostpreußer waren mitgereist, um ihre alte Heimat oder die ihrer Eltern wieder kennenzulernen. Die Gruppe besuchte die Rominter Heide (Bisentgehege) und machte auch Halt an der nahegelegenen Stadt Goldap an der russischen Grenze.Über Angerburg, Rastenburg und Allenstein/Olstyn mit seiner schönen Altstadt ging es zurück ins Hotel. Auch die bekannte Wallfahrtskirche "Heilige Linde" bei Rößel besuchte die Reisegruppe, um ein Orgelkonzert zu hören. Die Kleinstadt Rößel/Reszel mit ihrer Burg ist immer wieder sehenswert, viel wird gebaut und restauriert. Die Steinberger Senioren besuchten auch das Gut Lehndorf, gelegen an den Taltern Gewässern, dessen alte Stallungen teilweise zu Restaurants, Hotels und kleinen Geschäften umgebaut wurden. Die Störche sind diesem Ort aber treu geblieben und klapperten lautstark. Im Zentrum der Masurischen Seenplatte liegen die Orte Lyck/Elk und Lötzen/Gyziko, Nikolaiken, herausgeputzt zu Orten mit vielen Fischrestaurants, die ebenfalls besucht wurden. Hier durfte auch eine große Schifffahrt auf der Masurischen Seenplatte nicht fehlen. Einige Mitreisende nutzten den Zwischenstopp, um ihre ehemaligen Heimatorte zu besuchen. So auch eine Dame aus Rinteln, die schon mehrere Male mit den "Fröhlichen Rentnern" nach Polen gereist ist. Diese Reise war besonders: Die Rentnerin stammt von einem kleinen Bauernhof in der Nähe von Nidzica, früher Neidenburg, in den Masuren, und hat nun ihre alte Heimat zum ersten Mal seit 63 Jahren wieder besucht. Durch Ottelsburg ist die Gruppe Richtung Neidenburg (Nidzica) gefahren, wo die Rintelnerin in einem kleinen Ort auf einem Bauernhof geboren wurde. Die alte Schule des Ortes war der Anhaltspunkt, also suchte die Gruppe das Gebäude und fand es - heute ist es ein Lebensmittelladen. Im Gespräch mit einigen Einwohnern des kleinen Ortes stellte sich heraus, dass einige Stücke aus den Gebäuden all die Jahre überstanden hatten - und sich sogar auch an die Rintelnerin als junges Mädchen erinnern konnten. Der Reiseleiter der "Fröhlichen Rentner" dolmetschte. Die Freude der Mitreisenden war groß, alle verfolgten mit Interesse den Austausch zwischen Deutschen und Polen. Der elterliche Hof der Rintelnerin war kaum mehr zu erkennen, da der größte Teil des Gebäudes zugewachsen war.

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