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Muss der Kreis Hallenbäder betreiben?

Landkreis (ssr). "Brauchen wir noch ein Kreisaltenheim?" "Muss der Landkreis Hallenbäder betreiben?" Diese nach eigenem Bekunden "ketzerischen" Fragen hat der Kreistagsabgeordnete der Grünen, Michael Dombrowski, im Finanzausschuss des Kreistags gestellt.

Zwar sei er trotz der strukturellen Finanzkrise der Landkreise im Grundsatz dafür, "dass wir uns nicht kaputt sparen", sagte Dombrowski. Gleichwohl sei es aber Zeit für eine umfassende Aufgabenkritik. So seien die Kreisaltenheime zu einer Zeit gegründet worden, als es dafür gesellschaftlichen Bedarf gegeben habe, so der Obernkirchener. Heute hingegen gebe es derart viele private Angebote auf diesem Sektor, dass sich die Frage stelle, ob der Landkreis da auch noch tätig bleiben müsse. Auch wolle er bewusst die Frage in den Raum stellen, so Dombrowski weiter, ob der Landkreis sich weiter finanziell an Angeboten wie Hallenbädern beteiligen müsse. "Das ,Tropicana' in Stadthagen erhält auch keine Kreiszuschüsse", begründete er. Nicht alles müsse immer gleich bleiben. "Wenn die Zeiten sich ändern, muss man sich fragen, ob der Kreis alles bisher Gewohnte einfach immer weiter machen muss", sagte der Grüne. Zudem schlug Dombrowski vor, dass der Landkreis "ein umfassendes Konzept zur Eigenenergieversorgung" auf der Basis regenerativer Energien erarbeitet. Nach Vorstellung des Grünen könnte das über eine Selbstversorgung für die kreiseigenen Gebäude weit hinausgehen. Die Region sei geeignet, ein Wirtschaftsschwerpunkt für "Erneuerbare Energien" zu werden. Job schaffende Ansiedlungen auf diesem Sektor seien durchaus denkbar, sagte Dombrowski.

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