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Bei "Doktorsee in Flammen" soll es keine Beschwerdenüber Lärmbelästigung geben

Musiker spielen gegen den Wind, "Limiter" steuern die Lautstärke

Rinteln (clb). Heute Abend steigt wieder die große Party: Der Himmel über dem Doktorsee wird sich - wie jedes Jahr - in ein Meer aus Raketen und Flammen verwandeln!

1500 Quadratmeter Fußboden haben die Mitarbeiter der Firma Meile

Logisch, dass eine so große Veranstaltung, die tausende von Besuchern in die Weserstadt zieht, eine perfekte Organisation erfordert. Und dafür hat Uwe Deppe, Geschäftsführer der Doktorsee GmbH, auch gesorgt: Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Firma Meilenbrock, die das gesamte Equipement, sprich Zelte, Bühnen, Getränke- und Essensstände sowie das komplette Technik-Zubehör zur Verfügung stellt, ist das Doktorsee-Team seit Tagen kräftig am rackern. Rund 95 Tonnen Zelt- und Fußbodenmaterial werden auf dem Gelände verlegt, davon 1500 Quadratmeter Fußboden - 1000 Quadratmeter sind überdacht. "In diesem Jahr bauen wir völlig anders auf, in einer völlig anderen Größenordnung", erläutert Uwe Deppe. "Erstmals haben wir ein großes, offenes Zelt - ohne Giebel- und Seitenwände, aber mit riesiger Überdachung!" Das bringe gleich zwei Vorteile mit sich: Bei gutem Wetter werde genug Schatten gespendet, bei Regen diene sie als Schutz. Deppe ist rundum zufrieden mit dem neuen Konzept des "Doktorsees in Flammen": "Es läuft wesentlich besser und hebt sich von den anderen Kirmesveranstaltungen ab!" Auch für Nachbarn und umliegende Anwohner dürfte es keinen Grund mehr zur Beschwerde geben, denn jegliche Lärmbelästigungen sollen vermieden werden. Auch dafür hat sich Deppe etwas einfallen lassen: "Wir haben zwei Bühnen, die wir unterschiedlich positioniert haben. Wo die späten Auftritte der Künstler dann stattfinden, machen wir abhängig von der Windrichtung. Die Künstler sollen auf jeden Fall gegen den Wind spielen, damit es nicht zu Lärmproblemen kommt." Auch der technische Aufbau der beiden Bühnen sei unterschiedlich: Auf der einen befinden sich die Lautsprecher direkt auf der Bühne, auf der anderen sind sie seitlich angebracht. "Die Lautsprecher können wir je nach Windrichtung auch noch drehen, um den Lärm von der Stadt fern zu halten", ergänzt der Geschäftsführer. Und in den Verstärker-Anlagen seien so genannte ?Limiter' montiert, die die Lautstärke elektronisch regeln. Zudem habe das Ordnungsamt der Stadt Rinteln eine Emissionsschutzrichtlinie verordnet, an die sich Doktorsee-Team sowie Musiker halten müssen. "Mit einem Schallmessgerät wird ein Doktorsee-Mitarbeiter nach Todenmann, Möllenbeck und Rinteln fahren und überprüfen, dass die vorgeschriebenen 70 Dezibel nach 22 Uhr nicht überschritten werden", betont Deppe. Die in den Messgeräten aufgezeichneten Werte werden anschließend im Computer ausgewertet und dann in das Protokoll mit aufgenommen. Um zwei Uhr nachts werde die Musik ohnehin aus sein, so Deppe weiter. "Dann herrscht hier absolute Stille!"

Mit Hilfe des Schallmessgeräts soll die vorgeschriebene Lautstär
  • Mit Hilfe des Schallmessgeräts soll die vorgeschriebene Lautstärke eingehalten werden.
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