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Das leckere und erfrischende Kürbisgemüse hat noch sehr viel mehr zu bieten als nur reichlich Wasser

Muntermacher mit inneren Werten – Melonen

Rund und gesund – Melonen, die Früchte des Südens, haben es in sich. Wer glaubt, dass dieses leckere und kalorienarme Kürbisgemüse nur reichlich Wasser enthält und sonst nichts, irrt sich gewaltig. Melonen haben viele innere Werte: Sie spülen dank ihres hohen Wassergehaltes überschüssige Salze aus dem Körper, reinigen Nieren und Blut und regen die Verdauung an. Der hohe Anteil an Kalium und anderen Mineralstoffen reguliert den Flüssigkeitshaushalt im Körper. Die Vitamine A, C, B1 und B2 sowie Kalzium, Phosphor und Beta-Karotin sind Fitmacher erster Güte. Und schlank bleibt man auch noch: 100 Gramm Melone enthalten je nach Reifegrad gerade mal 25 bis 35 Kalorien.

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Die Ur-Melone war vermutlich im tropischen Afrika heimisch, gelangte aber bereits in grauer Vorzeit in den Mittelmeerraum: Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer schätzten das erfrischende Kürbisgemüse. Heute werden Melonen weltweit in warmen Ländern angebaut.

Zwar gibt es über 500 verschiedene Sorten. Grundsätzlich aber wird zwischen zwei Arten unterschieden: der großen, grünen Wassermelone mit rotem Fruchtfleisch und den kleineren, süßen Zuckermelonen. Das sehr saftige rote Fruchtfleisch der Wassermelonen schmeckt mild-süßlich und ist von vielen kleinen essbaren weißen oder braunen Kernen durchsetzt. Zu den Zuckermelonen zählen unter anderem die gelbe Honigmelone mit ihrer länglichen Form und die runde Netzmelone, deren Schale netzartig strukturiert ist. Ihr Fruchtfleisch ist je nach Sorte orangerosa oder blassgrün. Je orangefarbener und kompakter das Fleisch ist, desto höher ist sein Gehalt an Beta-Carotin, das vor schädlicher UV-Strahlung und freien Radikalen schützt und sich dadurch positiv auf Zellalterung, Haare und Haut auswirkt. Besonders beliebt ist eine relativ neue Variante: die Galia-Melone. Sie ist rund und trägt auf der Schale ein feines, netzförmiges Muster. Wenn die Frucht reift, färbt sich die grüne Schale goldfarben. Das Fleisch ist grün und saftig.

Rafael Santangelo bietet auf dem Wochenmarkt sowohl Wassermelonen als auch Honig- und Galia-Melonen an. Letztere als ganze Früchte zum Stückpreis von 2,50 Euro. Wassermelonen, von denen eine Frucht locker acht Kilo auf die Waage bringt, werden im Anschnitt verkauft – das Kilo zu 1,20 Euro. Während Santangelos Honig- und Wassermelonen aus Spanien kommen, stammen seine Galia-Melonen aus der italienischen Heimat und sind besonders intensiv und fruchtig im Geschmack.

„Wassermelone ist am leckersten pur“, sagt Rafael Santangelo und erzählt: „In südlichen Ländern wird sie im Sommer eigentlich ständig gegessen, weil sie so erfrischen ist und so viel Wasser enthält.“ Weil sie so wunderbar den Durst löscht, war sie in der Kalahari und anderen Trockengebieten Afrikas jahrhundertelang eine wichtige Wasserquelle für die Menschen. „Honigmelonen haben weniger Geschmack“, findet Santangelo. Deshalb empfiehlt er sie als idealen Begleiter zu Schinken. Im Gegensatz zu den Galia-Melonen: „Die haben ein zu intensives eigenes Aroma, das würde den Schinkengeschmack nur verfälschen.“ Dafür eignen sich die fruchtigen Galias nicht nur hervorragend für Desserts, sondern sind perfekt für Melonen-Bowle. Und für dieses süffige Sommergetränk hat Santangelo sein eigenes Rezept: „Das orangefarbene Fleisch von Galia-Melonen klein schneiden, in ein Bowlegefäß geben, eine Flasche Martini Bianco darübergießen und mit eiskaltem Sekt auffüllen.“ Das sei auch supererfrischend bei den WM-Spielen, ist Rafael Santangelo sicher.

Lecker ist auch ein Melonen-Krabben-Salat: Das Fruchtfleisch von Galia-Melonen in kleine Würfel schneiden. Krabben- oder Krebsfleisch zugeben. Mit Limetten- oder Zitronensaft abschmecken und die Mischung eine halbe Stunde ziehen lassen. Zitronenmelissenblätter fein hacken und mit Dill unter den Melonensalat mischen.

Vom Hamelner Wochen- markt berichtet Karin Rohr

Melonen sind erfrischend, durstlöschend, gesund und kalorienarm. Rafael Sant Angelo kennt ihre inneren Werte. Er bietet auf dem Wochenmarkt verschiedene Sorten an.

Foto: Dana

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