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Spielplatz Vehlen: Sanierung nicht länger hinauszögern / Überversorgung: Weiterer Nahversorger nicht möglich

Mühlengraben überbauen und als Radweg nutzen?

Vehlen (sig). Soeben beschlussfähig war der Ortsrat bei seiner letzten Sitzung in diesem Jahr im Gasthaus "Zur Linde". Fünf Mitglieder hatten sich eingefunden. Wesentliche Entscheidungen waren aber auch nicht mehr zu fällen. An größeren Investitionen steht nichts an, sieht man einmal von der längst beschlossenen Sanierung des Spielplatzes bei der Straße "Am Weidkamp" ab.

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"Jetzt darf diese Maßnahme aber auch nicht mehr weiter hinausgezögert werden", betonte Horst Sassenberg (CDU) und forderte einen schnellen Baubeginn. Horst Lahmann (SPD) pflichtete ihm sofort bei und wies darauf hin, dass bei Frost zumindest schon einmal der Boden für die geplanten Aufschüttungen angefahren und zwischengelagert werden könnte. Auf einem hart gefrorenen Untergrund könnten die Transportfahrzeuge keinen Schaden anrichten. Ortsbürgermeister Werner Harder regte an, den Schaukasten beim Dorfgemeinschaftshaus zu entfernen und an der Bushaltestelle der Vehlener Straße neu aufzustellen. Dort werde er von den Fußgängern deutlich besser wahrgenommen. Beim Schaukasten an der Schachstraße müsse zudem die zertrümmerte Kunststoffscheibe entfernt und durch eine widerstandsfähigere ersetzt werden. Dem Landkreis war aufgefallen, dass eine vom Ortsrat am 20. November beschlossene textlicheÄnderung des Bebauungsplans für den Bereich "Schäferstraße/Auf der Papenburg" die Ansiedlung eines Nahversorgers ermöglicht hätte. Das will der Landkreis Schaumburg jedoch nach dem Bau des Einkaufszentrums "Rösertor" ausschließen. Ein weiteres Lebensmittelgeschäft wird als Überversorgung angesehen und könne die Existenz der anderen gefährden. Die Stadtverwaltung hat deshalb die textlicheÄnderung nochmals korrigiert. Der Ortsrat nahm diese Entscheidung zur Kenntnis. Sassenberg dazu: "Kann mir jemand sagen, wo dort genau die Grenze zwischen Vehlen und Obernkirchen verläuft, vielleicht tangiert uns das gar nicht mehr?" Wie sich herausstellte, sind die Berührungspunkte in der Tat sehr gering. Das frühere "Lidl"-Gebäude gehört bereits zu Obernkirchen, während sich der einstige Getränkemarkt noch auf Vehlener Gemarkung befindet. Abschließend befasste sich der Ortsrat noch recht kurz mit dem geplanten Ausbau des Radwanderwegenetzes. Weil man nicht sicher sein kann, dass die geplanten Grundstücksverhandlungen im Bereich zwischen Sülbeeke und Aue zum Erfolg führen, äußerte Horst Sassenberg eine etwas ungewöhnliche Idee: Man sollte prüfen, ob eine Überbauung des Mühlengrabens und anschließende Nutzung als Radwanderweg möglich sei. Der große Vorteil: Dadurch müsse man nicht die viel befahrene Landesstraße 451 überqueren.

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