weather-image
23°
Sport machen, viel lachen und keine Sonnenbrille: Das hilft bei Frühjahrsmüdigkeit

Müde, obwohl der Frühling da ist?

Landkreis (blc). Endlich meldet sich der Frühling und man freut sich auf Spaziergang, Sonne und Blumen, aber gerade jetzt fühlen sich viele Menschen besonders matt. Fast jeder kennt sie, die Frühjahrsmüdigkeit. Vor allem Frauen sind davon betroffen. Etwa vier Wochen braucht der Körper, bis er sich an die Frühjahrstemperaturen gewöhnt hat. Auch das launische Wetter, der Wechsel zwischen warmen und kalten Temperaturen, trägt zu Anpassungsschwierigkeiten bei. Mit einigen Tricks kann man aber der Dauermüdigkeit entgegenwirken.

270_008_4489314_rue_muede_2203cb.jpg

Glückshormon durch Licht: Das „Glückshormon“ Serotonin sorgt für gute Stimmung und wird durch Lichteinfluss produziert. In der dunklen Jahreszeit ist der Vorrat allerdings ziemlich aufgebraucht und das „Schlafhormon“ Melatonin bekommt Oberwasser. Wir werden also tatsächlich in eine Art „Mini-Winterschlaf“ versetzt.

Jeder Spaziergang hilft: Im Frühjahr stellt der Körper die Produktion wieder auf vermehrte Produktion von Serotonin um. Das kostet Energie und macht müde. Wichtig ist es in dieser Zeit, so oft wie irgend möglich an die frische Luft und ins Sonnenlicht zu gehen. Das beschleunigt die Serotonin-Ausschüttung und reduziert das Melatonin. Jeder Spaziergang im Sonnenschein hilft also.

Sonnenbrille absetzen: Moderne Sonnenbrillen schützen zu einem hohen Prozentsatz vor UV-Strahlung. Da aber die Hormonbildung nur dann beeinflusst wird, wenn die UV-Strahlen direkt auf die Netzhaut treffen, sollte zumindest zwischendurch die Sonnenbrille abgesetzt werden.

Ausreichend Schlafen: Man merkt es selbst gar nicht immer, aber wenn es länger hell bleibt, vor allem nach der Zeitumstellung, neigt man dazu, später ins Bett zu gehen und früher aufzustehen. Ausreichend Schlaf ist wichtig, auch ein Mittagsschläfchen kann helfen. Aber nicht länger als 30 Minuten, sonst wird die Produktion des „Schlafhormons“ Melatonin wieder angeregt.

Sport und Bewegung: Raus an die frische Luft, auch wenn die Sonne nicht scheint. Der Körper verlangt nach Sauerstoff. Joggen, Fahrradfahren, Spazierengehen… Alles ist gut und hebt die Stimmung.

In der Mittagspause rausgehen: Gerade im Büro überfällt einen die Müdigkeit. Die Mittagspause kann man gut für einen Spaziergang an der frischen Luft nutzen.

Fit durch Ernährung: Vitaminmangel durch frisches Obst und Gemüse ausgleichen. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente vertreiben die Müdigkeit. Auch eine Frühjahrskur gegen den Winterspeck macht munter.

Kleine Mahlzeiten: Lieber fünf kleine Mahlzeiten zu sich nehmen als drei größere. Das ist zwar sowieso gesünder, aber gerade, wenn man sich kraftlos fühlt, beschwert eine umfangreiche Mahlzeit den Körper.

Wechselduschen: Sie kosten zwar erst einmal Überwindung, aber sie vertreiben die letzte Müdigkeit und machen gerade morgens fit. Zumindest Arme und Beine oder auch den ganzen Körper abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser abbrausen. Wichtig: Immer mit kaltem Wasser aufhören.

Lachen: Gönnen Sie sich fröhliche Unternehmungen: Kino, ein Treffen mit der Freundin… Am besten im Freien gemeinsam etwas unternehmen und viel lachen. Das sorgt für gute Laune und bringt die Seele in Schwung.

Arzt aufsuchen: Wer längere Zeit über Müdigkeit klagt und wenn die Leistungsfähigkeit dauerhaft nachlässt, sollte einen Arzt aufsuchen. Nicht immer ist die Frühjahrsmüdigkeit der Grund des Übels.

Draußen scheint die Sonne und es ist zum ersten Mal seit Langem wieder milder, aber trotzdem fühlt man sich schlapp und antriebslos? Die Frühjahrsmüdigkeit ist ein bekanntes Phänomen – für dessen Bekämpfung es den einen oder anderen Trick gibt. Bild: Vladimir Mucibabic, Fotolia.com

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare