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Operamobile hinterfragt die allseits wunderbare Weihnachtsstimmung im Martin-Schmidt-Saal

„Morgen Kinder wird’s nichts geben…“

Bad Münder (rho). Während die einen die Weihnachtszeit genießen mit all den Lichtern, Süßigkeiten, klingenden Glöckchen und Kaufhausbesuchen, ist sie für andere ein Graus aus Kommerz und Kitsch. Das Ensemble Operamobile hat bei seiner Weihnachtsgala im münderschen Martin-Schmidt-Saal beide Seiten der Medaille beleuchtet.

Bei Johann Strauß‘ „Im Feuerstrom der Reben“-Medley fließt der Champagner: Susanne Wiencierz (Mezzosopran) und

„Morgen Kinder wird’s nichts geben“ sang Alexander Senger (Tenor). „Jeder von uns hat schon die anderen, weniger schönen Seiten rund um Weihnachten erlebt. Und das ist es, was wir auch zeigen wollen“, erklärte Senger.

Das musikalische Zentrum der Vorstellung war der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart – es gab Stücke aus „Cosi fan tutte“ und „Die Hochzeit des Figaro“. Lieder von Antonio Vivaldi, Robert Schumann, Johann Strauß und Franz Lehar sowie weihnachtliche Volkslieder vervollständigten das Programm. Tadeusz Galczuk, Tenor mit einer außerordentlichen Stimme, suchte bei der „Rose von Stambul“ die Nähe der Gäste und forderte sogar zwei Damen aus dem Publikum zum Tanz auf.

Zwischen den musikalischen Programmpunkten ließen die Akteure Texte von Heinz Erhardt, Erich Kästner und Kurt Tucholsky einfließen. Besonders Tucholskys Aussage „Wir wollen alles haben, sein und gelten, aber alles haben wir selten“ spiegelte das wider, was das Ensemble mit seinem Repertoire aussagen wollte.

Bei „Leise rieselt der Schnee“ und „Fröhliche Weihnacht überall“ wurde das Publikum zum Mitsingen aufgefordert. Als Karaoke-Einlage zu „Oh, Du Fröhliche“ hatten die Sänger den Text auf einen großen Block geschrieben und ihren Gästen zum Mitsingen gezeigt.

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