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Stiftung präsentiert "Impulse für die Bürgergesellschaft" / Lokale Komponente durch "KESS"

Möglichkeiten erkunden, Innovatives anstoßen

Bückeburg (bus). "Sich aus freien Stücken für die Allgemeinheit einzusetzen, ist Ausdruck von Verantwortungsbereitschaft und Solidarität für die Gemeinschaft", sagt Roman Herzog. Der frühere Bundespräsident ist Schirmherr der Stiftung "Bürger für Bürger" (BfB), die seit Montag im Foyer der Sparkasse Schaumburg an der Bahnhofstraße die Wanderausstellung "Impulse für die Bürgergesellschaft" präsentiert. In der bis Freitag, 2. März, laufenden Schau bildet die Vorstellung der Kontaktstelle Ehrenamt Schaumburg (KESS) eine lokale Komponente.

Sparkassenvorstand Rolf Watermann (links) eröffnet die Ausstellu

Der BfB-Teil der Präsentation umfasst zwölf großformatige Schautafeln, auf denen etwa 250 Fotos und reichlich schriftliche Informationen über die Anliegen der Stiftung informieren. BfB setzt sich bundesweit für die Stärkung der Bürgergesellschaft ein. Die Stiftung unterstützt Bürger bei der Gestaltung und Weiterentwicklung örtlicher und überörtlicher Gemeinwesen eine aktive und selbstbewusste Rolle einzunehmen. "Außerdem tragen wir dazu bei", verdeutlichte BfB-Geschäftsführer Bernhard Schulz während der Eröffnung, "innovative Formen bürgerschaftlicher Aktionen anzustoßen, Diskurse zu organisieren und Umsetzungsmöglichkeiten zu erkunden, Partnerschaften zu stiften und Informationen zur Verfügung zu stellen". Die Angebote der Stiftung richten sich gleichermaßen an Engagierte und potenzielle Engagierte, an Vereine, Verbände und Organisationen sowie an die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Bundesweit sind etwa 22 Millionen Menschen freiwillig zugunsten des Gemeinwesens tätig. In Schaumburg, wo das Ehrenamt (und die Ehrenarbeit) einen außergewöhnlichen Stellenwert genießt, sind etwa 60 Prozent aller Einwohner unentgeltlich im Einsatz. Bernd Mähleke machte darauf aufmerksam, dass der überwiegende Teil dieser Frauen und Männer außerhalb des so genannten Sozialbereichs wirke. Der KESS-Ansprechpartner stellte das aktuelle Seniorenbegleiter-Projekt der Kontaktstelle vor, für dessen Umsetzung etwa 200 Mitstreiter benötigt werden. Leitbild der Kontaktstelle ist, die ehrenamtliche Tätigkeit in ihrer gesamten Breite - sowohl das klassische Ehrenamt als auch neue Formen des bürgerschaftlichen Engagements - zu stärken. Sie wird seit dem vergangenen Jahr als innovatives Projekt des bürgerschaftlichen Engagements vom Land Niedersachsen gefördert. Bürgerschaftliches Engagement, so heißt es in der KESS-Selbstdarstellung, ist der Schlüssel für eine lebenswerte Gesellschaft; bietet jedem die Chance, sich einzumischen und mitzugestalten und ist nicht nur Einsatz für andere, sondern dient auch der persönlichen Weiterentwicklung. Mähleke betonte, dass das in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt des Kreises entwickelte KESS-Seniorenprojekt keineswegs gegen kommerzielle Anbieter gerichtet sei. "Wir möchten dazu beitragen, älteren Menschen ein möglichst langes Verbleiben in ihren eigenen vier Wänden zu arrangieren und den Aufenthalt in Pflegeheimen aufzuschieben." Die Stiftung "Bürger für Bürger" ist im Internet unter "www.buerger-fuer-buerger.de" vertreten; KESS kann auf der Seite des Landkreises (www.schaumburg.de) erreicht werden. Bernhard Schulz steht unter (030) 24 31 490, Bernd Mähleke unter (0 57 21) / 703-264 für weitere Auskünfte zur Verfügung.

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