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Ausrüstung wird angeschafft / Lehrgänge für 80 Feuerwehrleute

Mit Motorsägen für das nächste schwere Sturmtief gerüstet

Auetal (la). Rund 150 Einsätze hatten die Auetaler Feuerwehren in der Sturmnacht am 18. Januar zu bewältigen. Unzählige Bäume hatte Kyrill entwurzelt oder abgebrochen. Allerdings sind bislang nur die Ortsfeuerwehren Hattendorf, Rehren und Rolfshagen mit der notwendigen Sägeausrüstung und den geschulten Feuerwehrleuten ausgestattet. So waren einige Feuerwehrkräfte im Auetal mit ihren privaten Sägen unterwegs, und auch die notwendige Ausbildung konnten sie nicht nachweisen. Allerdings war natürlich jeder froh darüber, dass die Ortsfeuerwehren so schnell und unkompliziert halfen und die Straßen schnell wieder befahrbar waren.

Trotzdem hat die Gemeinde Auetal jetzt Konsequenzen aus dem Erlebten gezogen. Alle Ortsfeuerwehren werden in den kommenden Tagen mit Sägeausrüstungen ausgestattet. "Das sind bei sieben Ortsfeuerwehren rund 7000 Euro, die die Gemeinde investiert", berichtete Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold. Neben der Säge gehören ein Helm, eine Schnittschutzhose und Handschuhe zu der Ausrüstung. Sägelehrgänge waren bereits vor der Sturmnacht geplant. Am 16. Februar wird im Feuerwehrhaus Schoholtensen theoretischer Unterricht erteilt und einen Tag später im Wald oberhalb Altenhagens die Praxis erlernt. Ein zweiter Lehrgang findet am 16. März in Rehren (Theorie) und am 17. März in Rolfshagen (Praxis) statt. Insgesamt werden 80 Feuerwehrleute an den Lehrgängen teilnehmen. Obwohl die Ortsfeuerwehr Rolfshagen bereitsüber eine Säge verfügt, stellten die Mitglieder bei dem Sturmeinsatz fest, dass man davon gut auch zwei oder drei Stück gebrauchen kann. Gerätewart Ralf Kopczinsky machte sich daher auf die Suche nach einem Sponsor. "Da die Gemeindekassen leer sind, muss man auch mal andere Wege gehen", erläuterte Kopczcinsky. Die Firma RHM Mode aus Rolfshagen spendete der Ortsfeuerwehr Rolfshagen schließlich eine Elektrosäge im Wert von rund 300 Euro. Kopczinsky überreichte das Werkzeug während der Jahresversammlung an Ortsbrandmeister Rüdiger Teich. "Die gebe ich dir doch gleich zurück, denn als Gerätewart bist du schließlich dafür zuständig, dass das notwendige Gerät immer am rechten Platz und einsatzfähig ist", sagte Teich schmunzelnd.

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