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Lindhorster Schüler aus Migrantenfamilien stehen das erste Mal auf dem Eis

Mit Händen, Füßen und auf Kufen

Lindhorst. Die Schulsozialarbeiterinnen der Magister-Nothold-Schule Lindhorst, Birgit Fenske und Louisa Schwarze, haben Schülern aus Flüchtlingsfamilien ein bisher einmaliges Erlebnis verschafft. Die meisten der Kinder waren noch nie auf Schlittschuhen unterwegs und durften diese Erfahrung in der Eishalle Lauenau machen.

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Wie die Schulsozialarbeiterinnen berichten, veranstalten sie eine gemeinsame AG für die rund 40 Sprachlernkinder der Schule und zwölf Schüler der zehnten Klassen. Sie agieren in vier altersentsprechenden Gruppen. Es seien bisher gemeinsam gekocht, Gesellschaftsspiele gespielt und versucht worden, sich mit Händen und Füßen oder in Englisch zu verständigen. Rund 20 Schüler sind dann auch in die Eishalle gefahren. Mit viel Spaß und der Hilfe erfahrenerer Schlittschuhläufer haben die Anfänger die wackelige Angelegenheit gemeistert. Nebenbei sei bei Kinderpunsch und Keksen viel gelacht worden.

Wie Fenske besonders betont, gebe es „keinen Streit, und die Schüler nehmen diese Aktionen gerne an und sind sehr dankbar“. Da der Ausflug in die Eishalle allen so viel Freude bereitet habe, werde die Schulsozialarbeit die Aktion im Januar oder Februar wiederholen.

In Lauenau haben die Schüler ermäßigten Eintritt bekommen und auch das Schlittschuheausleihen sei vergünstigt gewesen, so Fenske. Die Kosten seien vom Erlös des letzten Sommerfestes der Oberschule Lindhorst bezahlt worden. Die Kostenübernahme für das nächste Schlittschuhlaufen ist ebenfalls gesichert. Matthias Hinse vom Verein „Wir für soziale Gerechtigkeit“ habe Unterstützung angeboten. r

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