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37 000 Euro für bessere Erreichbarkeit der Gaststätte am Nienstädter Schierbachstadion

Mit dem Lift ins Sporthaus

Nienstädt (svb). Der Betrieb im Sporthaus Nienstädt könnte künftig etwas lebhafter und die Gaststätte hin und wieder etwas voller sein. Bürgermeister Gerhard Widdel (SPD) und mehrere Vereinsvertreter haben gestern feierlich den Lift „eingeweiht“, der es Rollstuhlfahrern, Gehbehinderten und alten Menschen erleichtern soll, die im ersten Stockwerk befindliche Wirtschaft zu erreichen.

Elisabeth Busche-Janzen (v.l.), Gerhard Widdel, Marianne Böttcher, Klaus Rinne und Kurt Schmidt „weihen“ den Lift am

Nach zweimonatiger Bauzeit konnte der teilweise umstrittene Lift nun in Betrieb genommen werden. Elisabeth Busche-Janzen, Vorsitzende des Sozialverbands Nienstädt-Sülbeck, und deren Stellvertreter Kurt Schmidt hatten vor zwei Jahren die Baumaßnahme angeregt.

Der örtliche Sozialverband mit etwa 250 Mitgliedern organisiert jährlich mehrere Veranstaltungen im Sporthaus. Obwohl daran durchschnittlich 60 bis 80 Personen teilnehmen, wären viele wegen der langen Treppe gar nicht erst in die Gaststätte gekommen, weil der Verband überwiegend „aus Alten und Behinderten besteht“, erklärte die Vorsitzende.

Klaus Rinne, Vorsitzender des SV Nienstädt 09, zeigte sich bei der offiziellen Inbetriebnahme des Lifts ebenfalls erfreut über die neue Transportmöglichkeit ins Sporthaus. Der Fahrstuhl sei schließlich für alle Vereine und nicht nur für Behinderte, sondern auch für Menschen, die „nicht gut zu Fuß sind“, von Vorteil, meint er.

Die Kosten lägen mit 37 000 Euro, inklusive Maler- und Maurerarbeiten, 3000 Euro über der ursprünglich geplanten Summe, erklärte der Bürgermeister. Hauptsächlich die äußere Wandverkleidung sei etwas teurer geworden.

Trotzdem freute sich Widdel über die Vollendung des „umkämpften“ Projektes der Gemeinde. Die Bereitstellung der finanziellen Mittel im Haushaltsplan habe sich nach Angaben des Bürgermeisters mehr als einmal verschoben, um „wichtigere“ Projekte auszuführen.

Allerdings habe es zu dem Plan auch kritische Stimmen im Rat gegeben. Die CDU-Fraktion habe laut Widdel ein komplettes „Behindertenkonzept“ für die gesamte Anlage inklusive einer Verlegung der Gaststätte aus der ersten Etage ins Erdgeschoss vorgeschlagen.

Die Umsetzung dieses Plans hätte „mindestens 250 000 Euro gekostet“, schätzte Widdel. Außerdem sei ein Saal im Erdgeschoss aus statischen Gründen überhaupt nicht zu verwirklichen. „Die Decke müsste mit T-Trägern gestützt werden“, erläutert er. Busche-Janzen bedankte sich im Namen aller Mitglieder des Sozialverbandes beim Bürgermeister für die Unterstützung der einfacheren Lösung.

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