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SPD-Kandidat Dirk Adomat setzt auf den direkten Austausch mit den Bürgern

Mit Bienen in den Landtag

HAMELN. Auf kostenfreie Bildung, die Verbessung der Bedingungen in der Pflege verbessern und zukunftsfähige Arbeitsplätze für das Weserbergland mit Breitbandausbau und gutem Nahverkehr, darauf stützt sich das Wahlprogramm des SPD-Landtagskandidaten für den Wahlkreis 38, Dirk Adomat.

Bei Kaffee und Waffeln hatte Dirk Adomat ein offenes Ohr für die Wünsche der Bürger. Foto: jli
Johanna Lindermann

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Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite

Mittwochvormittag, Heiliggeiststraße in Hameln: Vor der Geschäftsstelle der SPD liegt der Duft nach frischen Waffeln der Luft und lässt viele Passanten, die auf dem Weg vom Wochenmarkt in die Innenstadt unterwegs sind, innehalten. „Dürfen wir Sie zu einer Waffel einladen?“, fragt Dirk Adomat, SPD-Landtagskandidat für den Wahlkreis 38 in Hameln, Hessisch Oldendorf und Rinteln – die Einladung wird häufig dankend angenommen. Bei Waffel und einer warmen Tasse Kaffee lässt es sich dann auch gut über Politik plaudern.

Und dazu gibt es reichlich Gelegenheit. Denn neben Adomat sind unter anderem frühere Landtagsabgeordnete, wie Ernst-August Wolf, der für Wahlkreis Holzminden im Landtag saß, oder der ehemalige Niedersächsische Innenminister Heiner Bartling aus Schaumburg parat. Auch Johannes Schraps, frisch gewählter Bundestagsabgeordneter der SPD, ist dabei. „Ich wurde in meinem Wahlkampf ja auch von meinen Kollegen unterstützt – also bin ich selbstverständlich auch bei ihrem Wahlkampf dabei“, sagt Schraps. „Auf Bundesebene hat es für uns ja schon super geklappt, jetzt brauche ich noch die richtigen Ansprechpartner auf Landesebene.“

Währenddessen verteilt Adomat neben Waffeln und Kaffee auch SPD-Stifte, Blöcke und sein Wahlprogramm. „Mir sind die Bürgernähe und der persönliche Kontakt sehr wichtig“, erzählt der 56-Jährige, der auch schon an 2000 Haustüren in seinem Wahlkreis geklopft hat. „Das ist eine Stärke der SPD.“ Der Informationsstand an der Heiliggeiststraße habe auch deshalb schon „Tradition“. Im Wahlkampf stehen die Sozialdemokraten hier jeden Mittwoch, am Markttag, wie schon bei vorherigen Wahlen. „Wir möchten nicht nur einmal mit einem großen Stand auftreten, sondern permanent und persönlich bei den Bürgern vertreten sein“, sagt Adomat.

Mir sind die Bürgernähe und der persönliche Kontakt sehr wichtig.

Dirk Adomat, SPD-Landtagskandidat

Einige der Passanten wollen ihn dabei einfach als Menschen kennenlernen, andere sind an seinem Wahlprogramm interessiert. Das stützt sich auf drei Schwerpunkte, erklärt er dann: Kostenfreie Bildung, die Bedingungen in der Pflege verbessern und zukunftsfähige Arbeitsplätze für das Weserbergland schaffen. „Dafür sind der Breitbandausbau sowie ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr unverzichtbar.“

Wieder andere Interessierte haben ganz konkrete Fragen über die Stellung der SPD zu bestimmten Themen. Bei den Gesprächen nehme auch er immer Anregungen mit und versucht, den Leuten zu helfen, sagt Adomat. „Da gibt es Probleme im Kleinen, wie Schwierigkeiten mit einer Straße im Ort, bis hin zu bundespolitischen Themen.“

Angesprochen wird er auch auf seine ungewöhnlichen Wahlplakate, die statt seinem Konterfei Bienen zeigen. „Ich wollte keine Themenplakate mit viel Text“, erklärt der Landtagskandidat. Stattdessen wolle er auf das „Riesenproblem“ in der Natur hinweisen. Umweltschutz ist dem leidenschaftlichen Hobby-Imker, der schon seit über 20 Jahren selbst Bienenvölker hält, sehr wichtig. Und das Konzept scheint aufzugehen: „Die Plakate kommen gut an“, freut sich Adomat.

Seine Chancen, über das Direktmandat in den Landtag gewählt zu werden, schätzt er als gut ein. „Trotzdem wird es knapp. Es ist daher sehr wichtig, dass die Bürger am Sonntag zur Wahl gehen.“

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