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Roman Rofalski stellt Prüfungsprogramm vor / Stadthäger Pianist ist im Freejazz zu Hause

Miles Davis spielt er wie ein alter Hase

Bückeburg (mig). Im Rahmen eines Klavierabends in der Musikschule "Schaumburger Märchensänger" hat Pianist Roman Rofalski sein Prüfungsprogramm vorgestellt. Der Diplom-Musiklehrer aus Stadthagen absolviert derzeit in Hannover einen Aufbaustudiumgang.

Roman Rofalski begeistert das Publikum mit eigenen und fremden W

Dass Roman Rofalski - Mitglied der Combo "Jojo goes Jazz" - im Freejazz zu Hause ist, wird während des Konzerts schnell deutlich. Den Miles Davis-Klassiker "Nardis" spielt er nicht vom Blatt, sondern mit vielen Schnörkeln wie ein alter Hase. Sogar eigene Kompositionen hat der junge Musiker mit in die Auswahl aufgenommen. Vor allem das Stück "An den zweiten Halogenscheinwerfer" erweist sich - trotz des sperrigen Titels - als positive Überraschung. Mit viel Improvisationstalent und teilweise artistischer Tastenkunst meistert der 25-Jährige auch schwierigste Passagen. Beim Publikum kommen die Jazzstücke jedenfalls sehr gut an, esgibt heftigen Applaus und begeisterte Rufe. Voll auf ihre Kosten kommen an diesem Abend aber nicht nur Jazz-Fans - auch die anwesenden Klassik-Liebhaber werden von Rofalski bestens bedient. Erwähnenswert vor allem die gefühlvolle Interpretation einiger Sätze aus "Miroirs" von Maurice Ravel:"Oiseaux tristes", "Une barque sur l' Ocean" und "Alborada del gracioso." Der angehende Profi-Musiker trifft genau die Stimmung des Werkes und hat keine Schwierigkeiten mit den komplexen Läufen. Nicolai Kapustins "Etüde Nr. 1" und der "Danse Macabre" von Camille Saint-Saens bilden den Schluss des bunten Programms und beweisen endgültig, wie vielseitig das Repertoire des jungen Künstler jetzt schon ist. Übrigens: Mit genau diesem Programm wird der junge Musiker Mitte Februar vor die Prüfungskommission der Musikhochschule Hannover treten. Die "Generalprobe" dazu hat er aber jetzt schon mit Auszeichnung bestanden.

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