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Weil der Oktober ja nicht golden bleibt: Die Kurstädte der Region haben was gegen den Herbstblues

Milch und Honig für die Seele – und die Wanne

Weserbergland. Hawaiianische Tempelmassagen, Kräuter-Cocktails und schwerelos durchs Wasser gleiten: Der goldene Oktober hält bekanntlich nicht ewig, und dann ist es gut, für die Herbstzeit gewappnet zu sein. Im Weserbergland ist das tadellos in zahlreichen Badestädten und solchen, die nicht weit davon entfernt sind, möglich. Bad Pyrmont, Bad Münder, Bad Nenndorf, dann noch Vlotho und Co. – ach, da wird ein grauer Himmel ganz schnell wieder blau. Hier die aktuellen Rezepte gegen den drohenden Herbstblues.

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Autor:

Jean LeGrand

In Ziegenmilchbädern mit Honig…

…lässt es sich stundenlang aushalten. Aufgegossen wird jene Variante des entspannenden Bades in der Landgrafentherme im Staatsbad Nenndorf, wo es auch eine Meersalzgrotte gibt. Durchatmen – Wohlfühlen. Hier im Staatsbad, das sich die Gesundheit der Menschen schon vor 200 Jahren auf die Fahnen geschrieben hatte, macht man heute auch vor Kräuterstempelmassagen, Schwefel-Kur-Drinks und Moorlounge nicht halt. Ganz abgesehen vom ungewöhnlichen Kurpark mit geheimnisvollen Zick-Zack-Buchen und chinesischen Taschentuchbäumen. Wer vor Glück heulen möchte, bitte sehr, tue sich also keinen Zwang an…

Mit seligen Träumen auf Moormatratzen…

…entgleiten Besucher im Moorland Bad Senkelteich in der Stadt Vlotho in eine andere Welt. Vor 15 000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit, entstand am Senkelteich der weltweit einzigartige Moortrichter. Das Moorland vereint an diesem besonderen Ort Hotel, Klinik, Day Spa und Gastronomie. Schlaftherapien bieten sich natürlich vor allem für Menschen an, die mit Einschlafstörungen zu kämpfen haben, aber auch Gäste, die ihre Gesundheit vor dem Winter stärken möchten, sind im Moorland gut aufgehoben. Neben den Moor-Matratzen, die für ein besonderes Schlaferlebnis sorgen, gibt es hier auch Moor-Brot, Moor-Nudeln, Moor-Cocktails, Moor-Massagen und noch vieles mohr.

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Zu einem Wellnessurlaub im goldenen Herbst…

…lädt die Ferienregion Uslarer Land im Weserbergland ein. Wanderungen oder Nordic-Walking-Touren durch die bunt gefärbten Wälder verschaffen aktive Erholung. Wer es gemütlicher mag, hat Gelegenheit zum Stadtbummel, einem Spaziergang durch den herbstlichen Wildpark oder das Hochmoor Mecklenbruch. Huch, noch mehr Moor…?

Eine Stadt, in der Milch und Honig fließen…

…ist die Kurstadt Bad Pyrmont. Die Tourist-Information bietet unter dem Motto „Oase Duo“ für Paare einen Tagesaufenthalt in der Hufeland-Therme mit Fitnessmassage und einem Bad zu zweit in Milch und Honig an. Wer’s nicht ganz so üppig mag, kann sich auch selbst aufmachen, in der Hufeland-Therme, im Kurpark und in der Dunsthöhle nach Entspannung zu suchen. Ohne Zweifel wird er sie finden. Gerade die Dunsthöhle ist etwas Besonderes für Entdecker: Hier tritt durch eine Erd-Spalte Kohlendioxid aus; das Phänomen wird für Besucher mit verschiedenen Experimenten (durch brennende Kerzen oder Seifenblasen) erlebbar gemacht.

Schweben und relaxen im Thermo Spa…

…genießen gestresste Seelen und Freizeitsuchende am besten in Hannoversch Münden, dem südlichsten Zipfel Niedersachsens. Bei Kerzenschein in einer Luxus-Klang-Wanne zu zweit zu sitzen ist ein sinnliches Erlebnis. Und: Im Thermo-Spa „schweben“ die Gäste nur durch eine Folie getrennt auf dem wohlig warmen Wasser. Begleitet von sanften Klängen und harmonischen Schwingungen stellt sich ein Gefühl von Geborgenheit ein, das Körper und Geist entspannt. Dazu lädt die Saunalandschaft zur Erholung und Ruhe, aber auch zur Kommunikation am prasselnden Lagerfeuer ein.

Edelsteingrotte, Seifenrubbelmassagen und der Heiße Hesse…

…sind aktuelle Wellness-Angebot in der Weser-Therme von Bad Karlshafen. Die Edelsteingrotte verspricht pure Entspannung für Körper, Geist und Seele. Hier wird die wohltuende Wirkung von Mineralen wie Bergkristall, Amethyst und Rosenquarz mit verschiedenen Lichtquellen verbunden. In bequemen Liegesesseln können Besucher die Wärme der strahlenden Steine am eigenen Körper erleben. Die Seifen-Rubbel-Massage wird in dem prachtvoll ausgestalteten osmanischen Hamam durchgeführt. Bei einem prickelnden Peeling mit Naturfaserhandschuhen und einer wohltuenden Massage mit cremigem Seifenschaum rückt der Alltag in weite Ferne. Und was der „Heiße Hesse“ ist? Es handelt sich hierbei um die Boots-Sauna. Bei einer Temperatur von 85 Grad Celsius haben Besucher die Möglichkeit, einen Saunagang direkt auf der Weser zu genießen und dabei den leichten Wellengang zu spüren. Wer unter Seekrankheit leidet, braucht den Besuch des „Heißen Hessen“ auch nicht zu fürchten: Das Boot ist fest vertäut und bietet einen Ausblick auf den Horizont und die vorbei fließende Weser.

Und trinken, trinken, trinken…

…bitte in Bad Münder. Die Kurstadt bietet Wohlbefinden durch Wasser per „Aqua Wellness“. Wasser ist das prägende Gesundheitselement der Stadt am Deister, dem nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands. In früheren Zeiten bildete die Salzgewinnung aus Sole die Basis für den Wohlstand der Stadt. Heute besitzt Bad Münder das Prädikat „Staatlich anerkannter Heilquellen-Kurbetrieb“. Die vier wertvollen Heilquellen (Sole, Schwefel, Bitterwasser und Eisen) sind die Grundlage von Trink- und Badekuren und modernen, individuellen Gesundheitsangeboten. Beim Programm „Aqua Wellness“ erwarten die Gäste nicht nur fachkundige Informationen zu den Heilquellen, sondern auch Aquafitness-Training im Solebewegungsbad, eine entspannende Ganzkörpermassage und tägliches Trinken der Heilwässer. So kann die natürliche Heilkraft des Wassers von innen und von außen wirken.

Mit einer Moorbehandlung im Staatsbad Nenndorf können sich Wellness-Suchende etwas Gutes gönnen, das sie auf die grauen Herbsttage vorbereitet. Und so golden der Oktober bislang auch war: Die dunkle Jahreszeit kommt. Da kann man Entspannung gut gebrauchen. Dazu dient ebenso ein Besuch der Hufe- landtherme in Bad Pyrmont (Bild unten), der sozusagen eine sprudelnde Idee ist, um mal richtig zu entspannen. Fotos: Staatsbad Nenndorf & Staatsbad Pyrmont

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