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Die Bürgermeister-Kandidaten: Thomas Stübke ist der hauptberufliche Ehrenamtliche

"Mein Problem ist, dass ich gerne arbeite"

Obernkirchen. RichtigÄrger gab es nur bei der letzten Wahl. Da hatte sich Thomas Stübke von den Grünen für eine Kanditatur für den Kreistag überreden lassen, weil die Liste noch aufgefüllt werden sollte, hatte den letzten Platz eingenommen - und war der einzige, der dann gewählt wurde. Womit der 42-Jährige einProblem hatte: "Meine Frau war wenig begeistert - noch eine Aufgabe mehr."

Ehrenamt ist ansteckend: Thomas Stübke nimmt mit seinem bevorzug

Autor:

Frank Westermann

Begonnen hat der hauptberufliche Ehrenamtliche mit 15 Jahren. Da hat er die Schwimmfreunde mitgegründet, hat sich als Mitglied des Verkehrsclub Deutschlands flächendeckend mit der Verkehrspolitik des Landkreises auseinander gesetzt, ist seit Jahrzehnten im Naturschutzbund, engagiert sich in der "Vehlener Mühle", dem Team Obernkirchen, dem Garten Brockmann, im Förderverein Sonnenbrinkbad, dem Schulelternrat und hat auch die kreisweite Lokale Agenda mitbegründet: "Mein Problem ist, dass ich gerne arbeite." Weil er etwas bewegen will, dies in den Vereinen aber nur begrenzt möglich ist, hat sich Stübke vor fünf Jahren für die Politik entschieden. Ein halbes Jahrzehnt in der Mehrheit der "Mitte" haben ihn schnell Möglichkeiten und Grenzen der Politik erkennen lassen, wobei Stübke, - Optimist, der er ist - , immer die Chancen in den Vordergrund seines Denkens rücken würde. Sicher, seine Verwaltungserfahrung sei "nicht optimal", aber gerade durch seinen Zusammenarbeit mit dem Landkreis habe er gelernt, wie Probleme gelöst würden: mit jenen zusammenarbeiten, "die kompetent sind und Ahnung haben". Und wo diese Experten sitzen, hat er nicht zuletzt bei seiner Arbeit gelernt. Der Diplom-Ingenieur für Vermessungswesen (mit Mastertitel) hat während seines Aufbaus der Schaumburger und Weserbergland GIS Kontakte zu vielen Landkreisen und Kommunen knüpfen können. Das Gute, es muss vorgelebt werden. Und so wachsen die beiden Kinder Lena und Leonie ganz selbstverständlich in die Ehrenamtlichkeit mit hinein (und räumen bei den Schwimmer mittlerweile auch Titel ab), helfen hier, packen da mit an, sind ebenso wie seine Ehefrau Karin, die mittlerweile nicht nur bei den Schwimmfreunden ehrenamtlich Ämter ausübt, zur Stelle, wenn Not am Mann ist. Ehrenamt, sagt Stübke, "ist eben ansteckend." Und: Menschen "bewerte ich nach dem,. was sie tun. Nicht nach dem, was sie sagen." Und so sieht er sich auch nicht als Kandidat der Grünen, sondern als Mitbürger, "der seit zehn Jahren Obernkirchen als Hobby hat" und weiß, was er wo verbessern könnte: Die Verwaltung neu aufstellen, bürgernäher, die Menschen müssten in die sachlichen und finanziellen Entscheidungen eingebunden werden, müssten - etwa im Internet anhand der Vorlagen - nachvollziehen können, warum wie entschieden werde. Sein oberstes Ziel: "Die Stadt so aufstellen und alles dafür tun, dass Obernkirchen 2020 energieautark ist." Dabei hilft in diesen Tagen sogar sein Vater mit: Bis zur Wahl im September kümmert er sich bei Stübkes um den Garten.

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