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Schulisches Beratungszentrum wird ausgebaut

Mehr in Diagnostik und Förderung

Landkreis (sk). Das schulische Beratungszentrum (SBZ) für den Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, das vor drei Jahren eingerichtet wurde, soll personell und räumlich erweitert werden. Ein Konzept hierzu, vorgestellt im Jugendhilfeausschuss, sieht zwei zusätzliche Förderschullehrerstellen und die Schaffung von zwei Sozialarbeiterstellen vor, die beim Land beantragt werden sollen.

Das SBZ - angesiedelt in der Förderschule in Obernkirchen - bietet im Bereich emotionale und soziale Entwicklung von Grundschülern Beratung für Schulen, Eltern und Schüler an. Förderschullehrkräfte arbeiten hier zusammen mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Landkreises. Beratungsteams gehen in Grundschulen, um zur Kompetenzerweiterung und Stärkung des Systems Schule und Familie beizutragen. Das SBZ ist außerdem Mittler zwischen Schülern und deren Schulen, dem Jugendamt, den Förderzentren, den Eltern und der Schulpsychologie. Die Arbeit des Förderzentrums ist laut einem Bericht der Verwaltung so gut angelaufen, dass die Stundenzahl der Lehrkräfte bereits erhöht werden musste. Die Arbeit an den Schulen hat außerdem gezeigt, dass ein Bedarf über die reine Beratung hinaus besteht. Um die angefangene SBZ-Arbeit erfolgreich fortzusetzen, sollen darum im Bereich Diagnostik und Förderung weitere Ressourcen geschaffen werden. Zwei zusätzliche Förderschullehrer sollen eingestellt werden sowie zwei Sozialpädagogen als Sozialarbeiter. Die Stellen müssen beim Land beantragt werden. Im Gegenzug will sich der Landkreis mit weiteren Personalkosten engagieren, da auch die Zusammenarbeit mit dem ASD deutlich intensiviert werden soll.Über drei weitere Stellen im ASD muss im Rahmen der Beratungen zum Haushaltsplan 2009 entschieden werden. Auch räumlich beansprucht die Arbeit des SBZ mehr Kapazität. Zurzeit stehen dem Beratungszentrum im Gebäude der Förderschule Obernkirchen zwei Räume zur Verfügung. Mehr Räume sind notwendig und diese stünden im Gebäude ausreichend zur Verfügung. Die Erweiterung des SBZ ergäbe nach Einschätzung der Landkreisverwaltung ein Einsparpotenzial. Maßnahmen der Jugendhilfe, hier: Hilfe zur Erziehung, könnten entbehrlich werden. Auch bei vorsichtiger Abschätzung sei zu erwarten, dass eine teilweise Refinanzierung der Aufwendungen für den Ausbau des schulischen Beratungszentrums durch eingesparte Jugendhilfemittel zu erwarten sei.

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