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Stahl-Skulptur mit Lasertechnik aus Rinteln errichtet / Einweihung am 24. April

Max und Moritz grüßen im Kreisel

Wiedensahl (jed). Wer von Niedernwöhren und Raderhorst in den Wiedensahler Kreisel einfährt, wird schon von weitem an Wilhelm Busch und "Max und Moritz" erinnert. Eine 600 Kilo schwere Skulptur zeigt die beiden weltberühmten Lausbuben beim Hühnerklau auf dem Dach des Hauses der Witwe Bolte - und der Spitz darf dabei auch nicht fehlen.

Die Skulptur besteht aus vier zwölf Millimeter dicken miteinander verschweißten Platten aus Corten-Stahl, wobei die Silhouette der besagten Szene aus dem zweiten Streich von "Max und Moritz" mittels Lasertechnik eingeschnitten wurde. Die mehrfach gebogene Form der Stahlplatte soll der Skulptur den Charakter eines gewellten Papierblattes geben, das auf einem Tisch - hier auf einem aus sandsteinfarbenen Spezialbeton bestehenden Sockel - liegt. Dazu passt auch die so genannte indirekte Befestigung auf dem Sockel, denn die sechs Befestigungspunkte sind nicht zu sehen. Statt Schrauben oder Dübeln wurde ein spezieller Zweikomponentenklebstoff verwendet. An dem Projekt waren außer der Firma Stehr, die für die Auftragsabwicklung, für das Verschweißen der Stahlplatten und für die Montage im Kreisel zuständig war, weitere Unternehmen aus der heimischen Region beteiligt. Die Firma SBS aus Rinteln war für die Materialbeschaffung und die Laserarbeiten zuständig, und die Firma Aumann-Gatzke aus Neuenknick brachte die Stahlplatten in das richtige Format. Der Sockel wurde von der Firma Keller aus Minden gegossen. Dass sich die Skulptur bei Wind leicht bewegt, ist laut Stehr-Mitarbeiter Achim Brandt völlig normal. Brandt: "Da kann ruhig ein Orkan kommen, da weht nichts weg." Die Skulptur wird in den nächsten Tagen und Wochen ihr Aussehen noch erheblich verändern und eine rostbraune Farbe annehmen. Diese Rostschicht, so klärte Achim Brandt auf, werde den äußerst langlebigen Stahl aber nicht zerstören, sondern ihn im Gegenteil schützen. Die Einweihung wird am 24. April um 15.30 Uhr im Beisein von Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier stattfinden. Die Kosten von rund 8000 Euro, die für die Skulptur auf den Tisch gelegt werden müssen, werden sich der Flecken Wiedensahl und der Landkreis Schaumburg teilen.

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