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Gertraud Rammelsberg zieht sich von Leitung des Adventsmarktes zurück / Nachfolge noch ungeklärt

Markt soll nicht sterben - aber wer kümmert sich?

Obernkirchen (sig). Was allgemein befürchtet wurde, trat jetzt ein. Gertraud Rammelsberg hat es abgelehnt, auch in diesem Jahr wieder die Verantwortung für die Organisation des Adventsmarktes zu übernehmen. Sie gibt ebenso ihr Amt als Schatzmeisterin des "Teams Obernkirchen" ab. Jetzt macht sich der Lenkungsausschuss, der sich mit den Aufgaben des Stadtmarketings befasst, Sorgen um den Fortbestand des vorweihnachtlichen Marktes. Diese Veranstaltung war gerade auf dem Wege, ihre Anziehungskraft über die Bergstadt hinaus auszudehnen.

Der Adventsmarkt im letzten Jahr war ebenso gut bestückt wie gut

Nachdem aus der Bürgermeisterkandidatur für Robert Rammelsberg auf der CDU-Liste nichts geworden ist, musste erwartet werden, dass sich auch seine Frau bei ihrem ehrenamtlichen Engagement für Obernkirchen zurücknimmt. Unter Umständen verlagert sich auch der Lebensmittelpunkt der Familie. . Das "Team Obernkirchen" soll nun - so ist es jedenfalls der Wunsch und die Vorstellung des Lenkungsausschusses - die Organisation des Adventsmarktesübernehmen. Das dürfte jedoch alles andere als einfach sein. Zunächst steht einmal das Bemühen im Vordergrund, die Schatzmeisterposition neu zu besetzen. Bela Kremo habe bereits abgelehnt, sich um den Adventsmarkt wieder wie früher zu kümmern, ließ Liselotte Dehler-Schmahl wissen. Also muss sie zusammen mit ihren Vorstandsmitgliedern die Suche fortsetzen. Im Grunde ist der Adventsmarktüber die Jahre hinweg eigentlich beim Wirtschaftsförderverein angesiedelt gewesen. So jedenfalls hat die Öffentlichkeit die Rolle von Gertraud Rammelsberg gesehen. Deshalb erscheint es sinnvoll, dass es auf diesem Feld eine Zusammenarbeit gibt, in die beide Seiten eingebunden werden. Der Markt befand sich auf einem guten Weg. Die Zusammenarbeit mit dem Stift ist intensiviert worden. Es sollte künftig weitgehend angeglichene Öffnungszeiten geben und auch einheitliche Plakate. Das Rahmenprogramm hat Gestalt angenommen, ist vielseitiger und abwechslungsreicher geworden. Liselotte Dehler-Schmahl stellt sich vor, dass auch der optische Gesamteindruck noch verbessert werden kann. Ein Weg in diese Richtung wäre zum Beispiel der Einsatz solcher Hütten, wie sie in Bückeburg jüngst beim "Euromarkt" zu sehen waren. Alle diese Ideen versanden, wenn nicht bald jemand gefunden wird, der verantwortlich die Vorarbeiten in die Hand nimmt. Auch mit der Verpflichtung von Musikgruppen, Chören und anderen Mitwirkenden für das Rahmenprogramm kann nicht erst wenige Wochen vorher begonnen werden. Vielleicht kann man aber auch die Aufgaben für den Aufbau sowie die Organisation des Marktes in die eine Hand und die Gestaltung des Rahmenprogramms in die andere Hand gegeben werden. Das jedenfalls schlug Rolf-Bernd de Groot in der letzten Sitzung des Lenkungsausschusses vor. "Sterben lassen sollten wir diese Veranstaltung, die sich so gut entwickelt hat, auf keinen Fall", war die Überzeugung von de Groot und der anderen Ausschussmitglieder.

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