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Maikundgebung in Bad Münder: Rote Reden für Gerechtigkeit

BAD MÜNDER. Strahlender Sonnenschein, endlich wieder frühlingshafte Temperaturen – der 1. Mai meinte es in diesem Jahr gut mit den münderschen Sozialdemokraten. Doch die Redner zum Tag der Arbeit – allen voran die Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug Möller – waren trotzdem auf Kampf und Kritik eingestellt.

Ruf nach Solidarität: Gabriele Lösekrug-Möller fordert gute Arbeit und faire Löhne. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Der 1. Mai – es ist auch immer eine Wahlkampfveranstaltung in Bad Münder. „Der Kampf um gute Arbeit wird nie aufhören!“, erklärte Lösekrug-Möller, die ihre Rede mit einem Vergleich zwischen der Kurstadt und dem niedersächsischen Dissen einleitete. Das Werk des Lebensmittelherstellers Homann dort soll geschlossen werden, die Wellen schlagen hoch. Es wird demonstriert gegen eine Schließung der Werke, Mitarbeiter kämpfen für ihre Arbeitsplätze – am Wochenende kamen laut NDR rund 2500 Teilnehmer zusammen. Ein Beispiel für Arbeitskampf und Solidarität, wie die SPD-Bundestagsabgeordnete betonte. Dissen, das sei nicht Bad Münder, aber die Orte seien schließlich ähnlich groß. Knapp 9500 Einwohner hat der Ort im Teuteburger Wald bei Osnabrück, Bad Münder kommt – Ortsteile mitgezählt – auf rund 17.000.

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Erster Mai 2017 Bad Münder
Quelle: Fotos: Dittrich/Mensing/Honig

Mindestlohn, Renteneinstiegsalter, rund um die Uhr erreichbar sein – die Sozialdemokratin arbeitete sich an den großen Feldern ab, die ihre Partei und die Gewerkschaften beackern. Befristete Verträge für die Jugend: „Die müssen weg.“ Rente ohne Abschläge: „45 Dienstjahre müssen reichen, ohne Wenn und Aber.“ Mindestlohn: „Der Untergang des Abendlandes wurde befürchtet, Insolvenzen und Arbeitslose. Das Gegenteil ist der Fall.“ Für ihre klaren Aussagen erntete sie viel Applaus von den Besuchern – einige hundert waren zu der Kundgebung am Montagmorgen erschienen.

In dieselbe Kerbe schlug auch der Vorsitzende der IG BCE-Ortsgruppe in Bad Münder, Hans Georg Diekmann. „Die, die unser Land groß gemacht haben, sind heute von Altersarmut bedroht“, schimpfte der Gewerkschafter über die Gehälter von Facharbeitern, „wir sind zu einem Billiglohnland geworden.“ Der Ardagh-Betriebsrat begrüßte es, dass Deutschland wirtschaftlich stark aufgestellt sei, die Kehrseite der Medaille sei aber ein schlechtes Rentenniveau und Gesetzeslücken bei Leiharbeitern. Um das auszugleichen müsse es mehr Demokratie in Unternehmen geben. „Waffengleichheit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern“, forderte Diekmann und betonte, dass die Verhinderung von Betriebsräten eine Straftat sei.

Die Solidarität untereinander, zu der Diekmann aufrief, nahm auch Bürgermeister Hartmut Büttner auf: „Wir müssen miteinander und füreinander einstehen“, forderte der SPD-Mann und lobte im gleichen Atemzug das ehrenamtliche Engagement in Bad Münder, für das der neue Maibaum – 14 Meter hoch und mit 41 Vereins- und Verbandstafeln geschmückt – ein gutes Beispiel sei.

Die flammenden Reden von Lösekrug-Möller, Diekmann und Büttner – sie fanden alle in Sichtweite der flatternden Fahnen des neu eingeweihten Baums statt. Bereits am Sonntag hatten Liederkranz, Posaunenchor und rund 100 Besucher den neuen Baum mit Stücken wie „Der Mai ist gekommen“ und „Geh aus mein Herz“ begrüßt.

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