weather-image
25°
Auch Fördergelder stehen infrage

Mängel am Bau: Besitzer zahlt immer drauf

Mangelnde Bauqualität kann sich in erheblichem Maße auf die Energieeffizienz eines Hauses auswirken. Das hat eine Studie des Instituts für Bauforschung e.V. Hannover (IFB) im Auftrag des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) bestätigt. So entfielen neun Prozent der festgestellten Mängel an den untersuchten Objekten auf die Wärmedämmung und zehn Prozent auf die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle. Von letzterem wiederum ließen sich 40 Prozent auf Mängel beim Einbau von Fenstern und Türelementen zurückführen und 31 Prozent auf die luftdichte Ebene im Dach.

270_008_4228340_wo_101_090.jpg

Weist bereits die Gebäudehülle Mängel auf, verfehlt das neue Haus nicht nur seine ökologischen Zielsetzungen – langfristig zahlt der Hausbesitzer auch finanziell die Zeche. Denn bei sinkender Energieeffizienz steigt die Heizkostenrechnung, unter Umständen ist dann sogar die Heiztechnik unterdimensioniert. An Wärmebrücken, undichten Stellen oder bei feucht eingebauten Dämmmaterialien steigt die Schimmelgefahr. Hat der Hausbesitzer Förderungen genutzt und erreicht die geforderten energetischen Werte nicht, muss er im schlimmsten Fall damit rechnen, dass Fördergelder zurückgefordert werden.

Der Verbraucherschutzverein BSB zieht aus der Studie das Fazit, dass umfassende Kenntnisse des energieeffizienten Bauens künftig bei allen beteiligten Gewerken unerlässlich sind. Auch in der Bauplanung und -qualität sieht der BSB Nachholbedarf. Künftige Bauherren sollten bei der Auswahl der beauftragten Unternehmen genau auf deren fachliche Qualifikation achten. Begleitende Qualitätskontrollen von unabhängiger Seite in der Planungs- und Bauphase werden ebenfalls wichtiger und helfen dabei, Mängel rechtzeitig zu erkennen, zu beseitigen und teure Folgekosten oder eine geminderte Wohnqualität zu verhindern.

Wer rechtzeitig begleitende Qualitätskontrollen durchführen lässt und bei der Auswahl der beauftragten Unternehmen Acht gibt, hat hinterher weniger Ärger.

Foto: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare