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Debatte im Nordsehler Gemeinderat über Hochwasserproblematik

Mäharbeiten an Gräben als Problem

Nordsehl (gus). Im Gemeinderat Nordsehl ist das Thema Hochwasser erneut diskutiert worden. SPD-Ratsherr Jörg Rohrßen sprach die mangelhafte Grabenräumung in der Gemeinde an. Bei Regen steige deshalb die Gefahr von Überflutungen.

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Er beobachte speziell vor seinem Grundstück, dass es Probleme beim Mähen gibt. Laut Rohrßen sind die verfügbaren Geräte zu groß für manche Bereiche. Dort, wo Rohrßen wohnt, bilde sich bei starkem Regen ein Stau. Rohrßen: „Mich betrifft das noch nicht mal, ich liege höher als die anderen, aber die saufen natürlich ab“, erklärte der SPD-Politiker.

Bürgermeisterin Hanna Mensching-Buhr sagte, dass die Straßenmeisterei Stadthagen nicht mehr über die nötigen Kapazitäten verfügt, um die Gräben entlang der Landesstraße 371 so zu mähen wie noch vor einigen Jahren. „Da bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als selbst tätig zu werden“, meinte die CDU-Ratsfrau.

Derzeit würden in Nordsehl ohnehin nur die Grabenseiten direkt an der Straße gemäht. Dies geschieht nach Einschätzung Rohrßens darüber hinaus zu selten, hinzu kommen die Schwierigkeiten mit dem Gerät. Die Grabenseiten an den Privatgrundstücken sollen wohl auf Geheiß der Gemeinde gemäht werden. Für das Freihalten von Durchlässen, so Mensching-Buhr, sind aber ohnehin die Grundstückseigentümer zuständig.

Ihres Wissens ist die Situation der Gräben entlang den hiesigen Kreisstraßen besser als an den Landesstraßen, weil das Land für das Mähen im betreffenden Bereich einen geringeren Etat zur Verfügung stellt. Die Belegschaft der Straßenmeisterei teilt sich in Landes- und Kreisbeschäftigte auf.

Dietmar Böse (SPD) regte an, das Thema für eine der kommenden Ratssitzungen umfassend vorzubereiten. Es sollen alle nötigen Informationen eingeholt werden, damit die Gemeindevertreter wissen, woran sie sind. „Wir brauchen Verlässlichkeit“, so Böse, der per Ratsbeschluss eine Vereinbarung mit der Straßenmeisterei herbeiführen möchte.

Mensching-Buhr verwies darauf, dass in dem Fall künftig die ganze Arbeit an der Gemeinde hängen bleiben könnte, weil die Straßenmeisterei sich dann möglicherweise komplett aus der Angelegenheit zurückzieht. Beim jetzigen Stand müsse die Gemeinde nur das nacharbeiten, was die Straßenmeisterei „liegen lasse“. Vor der nächsten Ratsdebatte zum Thema soll es ein Gespräch mit der Leiterin der Meisterei, Nicole de Leve, geben.

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