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Mackenthun verweigert Aufgaben und sorgt für Eklat im Rat

Rat Klein Berkel

Klein Berkel (gro). Kaum im Amt, hat der neu gewählte Ortsbürgermeister Jürgen Mackenthun (Bündnis 90/Grüne) durch sein Verhalten Kritik bei einigen Ortsratsmitgliedern der Opposition hervorgerufen. Er gab bekannt, dass er die Hilfsfunktion für die Verwaltung (früher Ortsbeauftragter) nicht übernehmen wolle.

Ortsratmitglied Kurt Meyer-Bergmann (SPD) wirft Mackenthun vor, damit die Nähe zum Bürger zu verlieren. Kleine Dinge könnten jetzt nicht mehr im Ort erledigt werden, der Bürger, der zum Beispiel einen Stempel auf einem Papier benötige, müsse extra in die Stadt fahren.
Hans-Wilhelm Güsgen (FDP): „Wenn wir sofort anfangen, Bürgerferne zu produzieren, ist das schlechter Stil, dabei wollen die Grünen doch so bürgernah sein.“

Mackenthun erklärte zu seinen Gründen, dass die Hilfsfunktion nicht das Gleiche sei wie etwa das Amt des Ortsvorstehers. 

Unter dem Tagesordnungspunkt „Mitteilungen des Ortsbürgermeisters“ gab Mackenthun dann bekannt, seine Aufgaben als Ortsbürgermeister mit seiner gewählten Stellvertreterin Ilona-Ute Bode-Wißmann (CDU) aufteilen zu wollen. Güsgen hielt es da nicht mehr auf seinem Platz: Er machte den neuen Ortsbürgermeister darauf aufmerksam, dass dieses nach der NGO (Niedersächsische Gemeindeordnung) nicht zulässig sei. Mackenthun reagierte heftig und wies Güsgen zurecht – er spreche jetzt unter dem Tagesordnungspunkt Mitteilungen des Ortsbürgermeisters, und die Aufteilung der Aufgaben zwischen ihm und seiner Stellvertreterin sei so mit der CDU vereinbart worden.

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