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Johanniter-Einsatz: Bad Münderaner fliegt heute ab Frankfurt

Lutz Fricke hilft Opfern in Haiti

Bad münder (jemi). Plötzlich ging alles ganz schnell: Lutz Fricke fliegt heute als ehrenamtlicher Johanniter nach Haiti, um den Opfern des Erdbeben zu helfen. Als stellvertretender Teamleiter soll er sich vor Ort um die Organisation, Logistik und Kommunikation innerhalb der Helfergruppe kümmern. Fricke hatte mit dem Einsatz nicht gerechnet. Aus Niedersachsen ist er gerade einmal einer von zwei Auserwählten. „Ich war sehr überrascht als der Anruf kam.“ Es sei aber für ihn sofort klar gewesen, dass er fliegt: „Den Menschen geht es richtig dreckig. Da kann ich nun schlecht sagen, ‚ich komm doch nicht‘“. Er habe den Weg so gewählt, nun gehe er ihn auch weiter.

Johanniter Florian Mund (l.) holt Lutz Fricke zu Hause in Bad Mü

Wie er mit den Eindrücken des Elends zurecht kommen wird, kann er sich jetzt noch nicht vorstellen. „Ich werde jedenfalls Bilder vor die Augen bekommen, die ich so noch nie gesehen habe“, sagt der 45-Jährige. Innerhalb eines Tages musste er alle Dinge in Bad Münder regeln. Als Hauptkommissar in Springe musste natürlich die Dienststelle informiert werden, die schnell grünes Licht gab. Dann erst begann er, die Tasche zu packen: „Wichtig sind vor allem die Dokumente, wie Auslandsführerschein“, erklärt Fricke. Aber auch Waschutensilien sind bei einem solchen Einsatz essenziell. Zehn Tage soll der Münderaner in Haiti bleiben und Hilfe leisten.

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