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Feuersalamander unternimmt Winterausflug

"Lurchi" vor der Haustür

Rolfshagen (la). Feuersalamander sind gerngesehene "Gäste" bei einem Ehepaar in Rolfshagen, und immer wieder verirren sich die auffällig gezeichneten Amphibien in deren Hauseingang. An feuchten Sommerabenden bis zu 20 Stück auf einmal. Liebevoll werden die Tiere dann eingesammelt und in den nahen Wald getragen. Kürzlich war der Hausherr dann aberdoch etwas überrascht, als er trotz Schneefall einen kleinen Feuersalamander vor seiner Haustür fand. Bei einem "Winterausflug" hatte sich das Tier wohl etwas zu weit von seiner schützenden Höhle entfernt. "Kein Problem. Ich trage das Tier zu einer Laubhöhle, wo es sicher überwintern kann", sagte der Tierfreund. Doch vorher spazierte der Feuersalamander schnell noch für ein Foto durch den Schnee.

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Feuersalamander beziehen eigentlich mit Beginn bodenfrostkalter Nächte, also Ende Oktober oder Anfang November ihr Winterquartier. Die Überwinterung erfolgt überwiegend unterirdisch, vorzugsweise in wasserführenden Fels- und Bodenspalten, unter Baumstümpfen sowie in Höhlen. Gelegentlich sind Feuersalamander an wärmeren und windstillen Tagen auch während der Wintermonate im Freien anzutreffen. Sogar leichten Frost mit Temperaturen von bis zu fünf Grad Minus können sie kurzzeitig unversehrt überstehen. Geschlossene Schneedecken verhindern allerdings jegliche Aktivität. Erst mit einsetzender Schneeschmelze werden die Salamander wieder aktiv. "Salamanderwetter" herrscht bei etwa zehn Grad Plus, begleitet von einer hohen Luftfeuchtigkeit von 75 bis 90 Prozent und Windstille.

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