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SPD blickt auf „schwieriges Jahr“ 2009 zurück – Nieber: Nicht immer nur jammern, auch Geleistetes anerkennen

Lömö: „Bessere Bedingungen für Ehrenamtliche schaffen“

Bad Münder (st). Es herrschen schwere Zeiten für Genossen. Die SPD ist in 2009 in eine der schwersten Krisen seit Bestehen gerutscht, und in diesem Jahr steht die Bilanz der umstrittenen Agenda 2010 an. Bad Münders Bürgermeisterin Silvia Nieber hat zu Hause ein riesiges Haushaltsloch zu stopfen, und die schwarz-gelbe Regierungskoalition in Berlin macht ihr mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz das Leben noch schwerer.

Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller will das Ehrenamt

Eigentlich wollte die mündersche Verwaltungschefin ihrem Ärger darüber auf dem Neujahrsempfang ihres Ortsvereins und des Unterbezirkes Hameln-Pyrmont ordentlich Luft machen – das Papier hatte sie schon vorbereitet –, doch Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller gab als Eröffnungsrednerin die Devise aus: kein starker politischer Tobak – und Nieber nahm sich zurück.

Um ein paar Worte zur Haushaltslage der Stadt kam Nieber aber nicht herum: „Seitdem ich im Amt bin, betreibe ich Konsolidierung.“ Das aktuelle Konzept, das jüngst die mehrheitliche Zustimmung des Rates fand, sei hart, treffe aber jeden – auch die Kommunalpolitiker. Eine Verkleinerung des Rates und eine komplette Abschaffung der Ortsräte sind im Gespräch – Ortsvorsteher sollen die Gremien ersetzen.

Aber: „Wir sollten nicht immer nur sagen, wie schwer die Zeiten sind, sondern auch herausstellen, was wir hinbekommen haben“, sagte Nieber. Und das seien neben der KGS unter anderem die Ortsumgehung Eimbeckhausen und das Fachmarktzentrum. Auch die Ehrenamtlichen sorgten stets dafür, dass Dinge angepackt würden.

Lösekrug-Möller stellte das Ehrenamt sogar in den Mittelpunkt ihrer Ansprache. „Wir müssen bessere Bedingungen für Ehrenamtliche schaffen“, so die Abgeordnete. Es dürften also nicht so viele freiwillige Leistungen für das Ehrenamt dem Rotstift zum Opfer fallen. Die Kommunen sollten bei den Haushaltsdebatten stets im Hinterkopf behalten: „Die soziale Dividende ist hochprofitabel, das Geld für ehrenamtliche Institutionen gut investiert.“ Landtagsabgeordneter Stefan Schostok hatte am Ende noch einen Tipp für Ehrenamtliche parat: „Für jeden Termin im Amt auch einen privaten Termin in den Kalender eintragen.“

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