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Weihnachtsstress trifft nicht nur Pastoren / Kritik an Vergewaltigungs-Bild und Konzertbericht

Lob auch an Küster, Kantoren und Organisten

Rinteln (crs). Als Pastor im Ruhestand weiß Christoph Dreyer um die arbeitsreiche Zeit der Pastoren zu Weihnachten: "Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen." Noch umfangreicher aber als die Arbeit der Pastoren sei in vielen Fällen die der Küster: "Küsterin Helga Döringshoff zum Beispiel war in St. Nikolai am Heiligabend in fünf Gottesdiensten im Einsatz - dieses Engagement sollte auch einmal gewürdigt werden." Ebenso wie das von Kantorenoder Organisten, die ebenfalls sehr stark eingespannt seien.

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Am Montag ist in unserer Zeitung auf der Bücher-Seite über einen Ausstellungskatalog zur Kunst im Schützengraben des Ersten Weltkriegs berichtet worden. Die dazu veröffentlichte Lithografie von 1914/1915, die eine Vergewaltigung zeigt, empörte nicht allein Anne Arndt aus Rinteln, sondern auch weitere Leserinnen, die spontan zum Telefon gegriffen haben, um ihren Unmut zuäußern. Diese Veröffentlichung sei vor allem deswegen geschmacklos, weil es noch Senioren gebe, die derartige Schrecken hätten selbst miterleben müssen. Annegret Meyer aus Borstel vermisst die Mufflons im Auetal - und vermutet, dass deren Verschwinden etwas mit den seit einem Jahr andauernden Arbeiten an Kanal und Lärmschutzwand der Autobahn zu tun haben könnte. Brigitte Dienstbier kritisiert die ihrer Meinung nach einseitige Bewertung der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen. "Ich verstehe nicht, dass alle Leute immer gegen die Hamas sind", sagt die Hohenroderin. "Ich sehe die Ursachen dieses Konflikt auf der israelischen Seite." "Erhebend, großartig, bewegend, eine Sternstunde der Musik": Werner Zimmermann schwärmt in den höchsten Tönen von der Aufführung des Bach'schen Weihnachtsoratoriums in St. Nikolai. Enttäuscht ist der Rintelner hingegen von der vergleichsweise nüchternen Berichterstattung unserer Zeitung, in der von "vernehmbarer Zustimmung" die Rede war. "Dabei waren das gewaltige Ovationen, ein sich immer weiter steigernder Beifall - die Kirche war gebannt." Hobby-Fotografin Petra Towers aus Extertal-Rott wünscht allen SZ-Lesern mit dem von ihr selbst fotografierten "Glücksschweinchen" alles Gute fürs Neue Jahr - mit denselben Wünschen schließt sich die Redaktion an!

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