weather-image
Die besten Open-Air-Spektakel in Niedersachsen

Live, laut und luftig – das ist der Festivalsommer 2009

Egal, ob Sturmböen über das Gelände ziehen, ob die allmächtige Sonne auch die letzte Gänsehaut verbrutzelt oder ob es tagelang wie aus Eimern schüttet – die Stimmung verhagelt immer zuletzt. Das ist Grundregel Nummer Eins für Besucher der legendären Open-Air-Festivals. Und auch, wenn viele Camper aus Leidenschaft vorgeben, für sie sei allein die Festivalatmosphäre das Besondere, lautet Grundregel Nummer Zwei: Die Musik ist die Hauptsache. Immer. Und überall. Es sei denn, man steht mal ausnahmsweise früh auf und erlebt einen der ganz speziellen Festivalmomente: Morgens um 9.45 Uhr bei strahlendem Sonnenschein auf einem leer gefegten Gelände, einer beinahe noch grünen Wiese ohne Rundumbeschallung – nachdem die Putztruppen ihre blauen Mülltüten gefüttert haben und bevor die musikbegeisterten Massen sattgefrühstückt die Wiese stürmen.

Bitte Toilettenhäuschen benutzen: Fettes Brot.

Autor:

Julia Marre

Ganz klar: Niedersachsen ist nicht nur Musikland. Niedersachsen ist auch Festivalland. Und was für eins! Kaum ein Bundesland kann mit so vielen unterschiedlichen Open-Air-Spektakeln auf dem Pop-Rock-Sektor auftrumpfen. Wer mehr CDs im Regal stehen als Telefonnummern im Handy gespeichert hat, bei dem steht ein Termin sowieso Jahr für Jahr rotmarkiert im Kalender: der des Hurricane-Festivals. Das ist Kult. Und Pflicht für jeden, der sich zwischen knackigen Newcomern und alteingesessenen Rockstars nicht entscheiden kann.

Pop-Prinzessinen unterm Sternenhimmel

Während in diesem Sommer auch die Pop-Prinzessinen Duffy, Katy Perry oder Lily Allen über abgemähte Wiesen bei Rotenburg/Wümme stolzieren, um ihren Songs auf der Bühne das Live-Krönchen aufzusetzen, gibt’s beim Hurricane die bewährte Mischung aus Alternative, Indie, Britpop, HipHop und Punk-Pop – als Headliner haben Kraftwerk, Nick Cave and the Bad Seeds, Faith No More, Die Ärzte und Nine Inch Nails zugesagt.

Wer lieber Bluesrock- und Folk mag, muss nicht ganz so weit fahren: In Beverungen hievt das Orange Blossom Festival in familiärer Atmosphäre 13 Künstler auf die Bühne – von Gods Of Blitz bis hin zu I Am Kloot.

Amy MacDonald.
  • Amy MacDonald.
Grillen für mehr Melancholie im Alltag: Element of Crime.
  • Grillen für mehr Melancholie im Alltag: Element of Crime.

Freiluftmusik wie zu Woodstock-Zeiten

Auch für diejenigen, die ihr Zelt lieber zuhause lassen und das heimische Bett bevorzugen, ist unter den eintägigen Festivals etwas dabei: „Uelzen Open R“, das in der Nähe des Hundertwasser-Bahnhofs mit Amy MacDonald, Selig, Silbermond und Jan Delay musikalische Sternchen auffährt. Oder das Fest van Cleef etwa mit Element of Crime, Muff Potter und Tomte auf der Northeimer Waldbühne. Und wer unter freiem Himmel mit Tangerine Dream, Wishbone Ash und Ten Years After in Erinnerungen schwelgen will, kann gleich in Northeim bleiben: fürs From Earth To Universe Open Air.

Einige Festivals:

Orange Blossom Festival: 29. bis 31. Mai in Beverungen, für Fans von Bluesrock und Folk mit Gods Of Blitz,I Am Kloot…

„Hurricane“: 19. bis 21. Juni in Scheeßel/Rotenburg, für Fans von Rock, Pop, Alternative, Indie und HipHop mit Faith No More, Nick Cave, Nine Inch Nails, Ärzte…

„Fest van Cleef“: 10. Juli auf der Waldbühne Northeim, für Fans deutschsprachiger Musik, mit Element of Crime, Muff Potter, Tomte…

„M‘era Luna“: vom 8. bis 9. August in Hildesheim, für Fans von Gothic und Wave, mit the Prodigy, Nightwish, Apokalyptica…

„Uelzen Open R“: am 22. August am Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen, für Freunde des Poprocks, mit Amy MacDonald, Selig, Silbermond, Jan Delay…

„From Earth To Universe Open Air“: am 29. August auf der Waldbühne Northeim, für Oldie-Fans, mit Tangerine Dream, Ten Years After und Wishbone Ash

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare