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Fronleichnam als "Westfalentag": Hunderte Lipper in Rinteln

Lippe kommt nach Schaumburg

Rinteln (ur). Beiüberwiegend schwüler Witterung wälzten sich gestern viele hundert Besucher aus Lippe und Ostwestfalen durch die Rintelner Fußgängerzone und über den Marktplatz, um den nordrhein-westfälischen Feiertag Fronleichnam für einen ausgedehnten Einkaufsbummel zu nutzen.

Viel los in der Fußgängerzone - doch die Beschicker des Kirchpla

Auch die Gastronomie hatte sich mit Schwergewicht auf schnelle und leichte Küche auf die Invasion aus NRW eingerichtet, und wo die Geschäfte mit Sonderangeboten lockten, klingelte die Ladenkasse recht vergnügt. Manche Lipper aber blieben standhaft ihrem Rufe treu und hegten und pflegten den Igel in der Tasche - wie zum Beispiel jener Herr um 60, den seine Ehefrau mit den aufmunternden Worten "Kuckemal, Willi, Männerhemden für zwei Euro 99!" in einen Textildiscount zu locken versuchte. Der Mann aber reagierte sehr kurz angebunden: "Dat sind am Ende auch sechs Mark, Lina!" - offenbar in der Furcht, am Ende könnte doch noch ein erheblich umfangreicherer Kassenzettel ausgedruckt werden. Sehr unterschiedlich beurteilten die Beschicker des Flohmarkts am Kirchplatz den Geschäftsverlauf. Guten Absatz meldeten wie auch im herkömmlichen Einzelhandel alle jene, die noch mit Fußballsouvenirs dienen konnten: Kissen, T-Shirts, Fähnchen oder auch die großen Patschhände zum Winken in den unterschiedlichen Nationalfarben verkauften sich wie geschnitten Brot, solange es nur irgendwie mit Fußballweltmeisterschaft zu tun hatte. Hingegen meinte der Verkäufer an einem Stand für Edeltrödel wie Silberbesteck und Porzellan: "Die Leute sitzen auf dem Geld - ich habe noch nicht mal die Standgebühr eingenommen und in zwei Stunden ist hier schon Schicht!"

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