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Mausoleum: Tauziehen um Holzläden

Licht für Figuren

Stadthagen (sk). Bislang haben Holzfensterläden die drei Westfenster in der Laterne des Mausoleums verschlossen. Vorstandsmitglieder des Vereins "Renaissance Stadthagen", Bauträger der Mausoleumssanierung, überlegen jetzt, ob dies so bleiben soll.

Die Laterne des Mausoleums.

Sieben Fenster sind in die Laterne eingelassen, gemäß des siebeneckigen Grundrisses der fürstlichen Grablege. Bereits im vergangenen Jahr sind zwei zum Osten gelegene Fenster herausgenommen und restauriert worden und haben ihren Platz wieder eingenommen. Ende 2007 wurden die übrigen fünf Fenster ausgebaut und nach Quedlingburg in die Glaswerkstatt Schneenmelcher transportiert. Hier reparieren Fachleute vor allem das Bleinetz der in kleinen Kreisen gefassten Scheiben. Zurzeit schließen Spanplatten die offenen 2,50 Meter hohen Fensterlücken in der Laterne. Architekt Joachim Fellmann und seine Mitstreiter im "Renaissance"-Verein möchten, dass in Zukunft durch alle sieben Laternen-Fenster Licht ins Mausoleum und auf die Figurengruppe von Adrian de Vries fällt. Denkmalschützer allerdings sehen die Holzfensterläden als historisches Detail der Grablege an und möchten neue Läden - die alten sind abgängig - installieren. Auch könnte vermehrte Sonneneinstrahlung zu hohe Temperaturen in der Laterne erzeugen. Alternativ sei daran gedacht, so Fellmann, eine weitere Scheibe vor die bleiverglasten Fenster zu setzen. Zwischen beiden Scheiben müsse allerdings die Luft zirkulieren können. Die bereits erneuerten Fenster besitzen Lüftungsflügel, die einem Hitzestau und hohen Temperaturen in der Laterne vorbeugen. Gemeinsam mit Vertretern der Denkmalpflege will der Vereinsvorstand am 8. Februar über die Fensterfrage entscheiden.

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