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FDP präsentiert Diplom-Juristen Torsten Bödeker als Kandidaten / Rennen wird zum Dreikampf

Liberale greifen in Bürgermeisterwahl ein

Stadthagen (ssr). Kurz vor Nominierungsschluss hat auch die Stadthäger FDP einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt aufgestellt. Es ist der Pollhäger Diplom-Jurist Torsten Bödeker (40). Er tritt gegen Gunter Feuerbach (CDU) und Bernd Hellmann (SPD) an. Das Rennen um den Chefsessel im Rathaus wird somit zu einem Dreikampf.

Torsten Bödeker

Der als Projektleiter bei einem bundesweit agierenden Architekturbüro tätige Bödeker bringe "als Jurist reichlich berufliche Erfahrung aus dem Wirtschaftsleben mit", stellte der Stadthäger FDP-Chef Lothar Biege den Kandidaten vor. Ein Bürgermeister, "der was von Wirtschaft versteht", sei für Stadthagen in der gegenwärtigen Lage genau das Richtige, so Biege. Durch seine wirtschaftliche Kompetenz unterscheide sich Bödeker vorteilhaft von den beiden anderen Kandidaten, fuhr Biege fort. Dass zwischen Feuerbach und Hellmann zudem "programmatisch praktisch kein Unterschied besteht", sagte der FDP-Chef, sei einer der Motive für die Liberalen, einen eigenen Kandidaten zu präsentieren: "Feuerbach und Hellmann haben keine Vision für Stadthagen." Diese habe Bödeker aber in einem längeren Konzeptpapier entwickelt. Biege: "Wir wollen eine echte Alternative darstellen, Pepp in den Wahlkampf bringen." Bödeker betonte, er sei vom Ortsverband seiner Partei geschlossen um die Bereitschaft zur Kandidatur gebeten worden. Der in Bückeburg aufgewachsene und in Pollhagen wohnhafte Bödeker ist seit 20 Jahren Mitglied der FDP, war während des Kommunalwahlkampfes im Jahre 2001 deren niedersächsischer Landesgeschäftsführer. Der verheiratete Vater eines fünf Monate alten Sohnes arbeitet in einem hannoverschen Architekturbüro als Projektkoordinator und hat dort nach eigenen Angaben bundesweit bereits rund 200 größere Bauvorhaben abgewickelt. "Ich bringe für das Bürgermeisteramt also ein starkes Maß an beruflicher Lebenserfahrung aus der freien Wirtschaft mit", sagte der Kandidat. In den Sessel des Verwaltungschefs gehörten "nicht immer nur Leute aus öffentlich-dienstlichen Berufen", setzte er mit Blick auf Feuerbach und Hellmann hinzu. In den gegenwärtigen wirtschaftlichen Umbruchprozessen befindet sich Stadthagen nach Analyse Bödekers "auf einem ungeordneten Rückzug". Der führe zu Arbeitsplatzverlusten und zu einem Minus bei der Einwohnerzahl. Hierbei gelte es, ein schlüssiges Gesamtkonzept umzusetzen, dass den unvermeidbaren Umbruch "als Chance zur Neugestaltung" nutze, skizzierte der Kandidat seine Grundlinie. Schwerpunkte seines Konzeptes sind unter anderem die Einrichtung einer projektorientierten "Wirtschaftsbetreuung" in der Stadtverwaltung, das konsequente Nutzen und Ausgestalten der touristischen und kulturellen Potenziale der Stadt, eine Optimierung der Verkehrsinfrastruktur, die strikte Umstrukturierung der Verwaltung in eine Dienstleistungseinrichtung und die Bewerbung um eine Landesgartenschau.

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