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Im Winter finster: Unterschriftenaktion für neuen Büchereistandort

Leseratten wollen raus aus Keller

Rodenberg (bab). Mit Nachdruck wollen die Fans deröffentlichen Bücherei in Rodenberg für einen neuen Standort werben. Mit Unterstützung der Wählergemeinschaft Rodenberg (WGR) hat sich eine Initiative gegründet, die eine Unterschriftenaktion gestartet hat.

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Wer zum ersten Mal in die Rodenberger Bücherei will, hat es nicht leicht. Irgendwo vom Schulhof der Grundschule soll es in die Bibliothek gehen, die dort im Keller untergebracht ist. Die Ausleihe im Untergrund ist schwer zu finden. An den vergitterten Kellerfenstern ist dann ein Hinweis zu entdecken: Bücherei. Die Treppe zur Bibliothek hinunter liegt hinter der großen Eingangstür und führt in den rund 40 Quadratmeter großen Raum. Eineältere Frau muss immer ans Fenster klopfen, "weil sie alleine die Treppe nicht herunterkommt", sagt Rosemarie Böhm, die zusammen mit Margit Finger die Bücherei führt. Das Treppengeländer führe nicht bis nach oben und für ältere Menschen sei es schwierig. Für Besucher mit Kinderwagen oder Rollatoren sowieso. "Es ist ja nicht allein der Raum", meint Böhm, "es ist ja auch der Weg hierher. Und im Winter ist es stockfinster." "Wenn es dann noch glatt ist, ist es richtig gefährlich", meint ihre Schwiegertochter Tina Böhm, die die Unterschriftensammlung angeschoben hat. Als Beisitzerin in Ausschüssen der Stadt und der Samtgemeinde hat sie sich an die Wählergemeinschaft Rodenberg (WGR) gewandt und bekommt Unterstützung. "Auf der Homepage der Wählergemeinschaft kann man sich die Liste ausdrucken", sagt Böhm zu der Unterschriftenaktion. Mehr als 150 Unterstützer haben sich bereits eingetragen. Die Bücherei fristet nicht nur sehr lange das Keller dasein, sondern weist auch schlechte Bedingungen auf. Die Feuchtigkeit sei für die rund 5500 Bücher im Bestand nicht gut, meint Rosemarie Böhm. "Hier ist schon mehrmals das Hochwasser drin gewesen", erzählt die Büchereikraft. Das hat auch Spuren an den Wänden hinterlassen.

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