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Legale Bezahlung mit schlechtem Gewissen

Hameln (HW). Sittenwidriger Dumpinglohn oder leistungsgerechte Bezahlung? An dieser Frage scheiden sich derzeit die Geister in Politik und Verwaltung. Es geht um sieben Euro und fünfzig Cent  - pro Stunde und brutto. Mit diesem Mini-Betrag vergütet die Stadt Hameln derzeit die Arbeit des sogenannten Einweisers, der die Baufahrzeuge durch die Fußgängerzone begleitet und dafür sorgt, dass niemand und nichts zu Schaden kommt.

„Das Problem ist: Im Überwachungsgewerbe gibt es diese Verträge“, sagt Sabine Prenzlow, Gewerkschaftsfunktionärin und amtierende Vorsitzende im Hamelner Rat. Ihr politisches Veto gegen diesen Dumpinglohn kann die Sozialdemokratin nicht einlegen: „Das ist Sache der laufenden Verwaltung, und Ausschreibungen müssen berücksichtigt werden. Dass mir das in diesem Fall nicht schmeckt, ist klar. Nur haben wir seitens der Politik keine Möglichkeit, dagegen anzugehen“, erklärt die Ratsvorsitzende.

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