weather-image
15°
B 65 bei Beckedorf: Offener Brief an Landrat

Lebensgefahr im Dorf: Pastoren fordern Tempo 50

Beckedorf (kcg). Seit 2001 sind vier Fußgänger auf dem Beckedorfer Abschnitt der B 65 bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Die Pfarrer Stefan Bringer, Walter Hein und Falk Nisch fordern nun in einem offenen Brief unter anderem an Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, die Geschwindigkeit im Ort auf Tempo 50 zu begrenzen.

"Der Anlass unseres Briefes ist der Tod von Wilhelm Matthias, den ich vor zwei Monaten beerdigt habe", erklärt Walter Hein, Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Rodenberg. Der 79 Jahre alte Matthias wurde von einem Auto erfasst, als er die Bundesstraße jenseits der Fußgängerampel an der Beckedorfer Kreuzung überqueren wollte. "Um mit seinem Hund spazieren zu gehen, musste er notgedrungen über die Straße, da auf der Straßenseite, an der sein Haus steht, kein Fuß- und Fahrradweg ist", betont Hein. Den drei Pastoren ist es wichtig, der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die extreme Gefährlichkeit der B 65 für die Einwohner des Ortes vor Augen zu halten. "Unser Dorf ist durch die Straße in zwei Hälften ge- teilt", sagt der Beckedorfer Pfarrer Falk Nisch. "Einzige Überquerungsmöglichkeit ist eine Fußgängerampel, deren Grünphasen viel zu kurz geschaltet sind", kritisiert Nisch. Auch der geplanteAusbau der B 65 trage dazu bei, das Verkehrsaufkommen noch zu steigern. "Durch den Ort donnern Lkw mit einer atemberaubenden Geschwindig- keit", so der katholische Pfarrer Stefan Bringer. Würde die Geschwindigkeit auf Tempo 50 begrenzt, könnten die Autofahrer Fußgänger schneller wahrnehmen, so die Pastoren: "Wir hoffen, dass sich endlich etwas verändert."

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare