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Klares Votum für Dr. Reinhard Kniewske / Eulenburg verzeichnet 7557 Gäste

Lebendiger Heimatbund im 100. Jahr: Neuer Vorstand und Besucherrekord

Rinteln (ur). Ganz im Zeichen des 100-jährigen Bestehens stand die gut besuchte Mitgliederversammlung des Heimatbundes der Grafschaft Schaumburg. Mit einem klaren Votum für den neuen Vorstand sprachen die Mitglieder dem neuen Vorsitzenden Dr. Reinhard Kniewske ihr Vertrauen aus.

Klares Votum für den Vorstand im Jubiläumsjahr des Heimatbundes:

Wie Manfred König als amtierender Vorsitzender in seinem Rechenschaftsbericht erläuterte, hat sich im vergangenen Jahr die Arbeit in den einzelnen Gruppen des Vereins personell und inhaltlich konsolidiert - unter starkem Engagement der Ehrenamtlichen, was auch zu den verschiedenen Auszeichnungen beitrug, die der Verein und sein Museum entgegennehmen konnten. Als Schwachstelle für die Museumsarbeit galt bisher das Fehlen eines Magazins für die aktuell nicht ausgestellten Museumsstücke, doch hier steht eine positive Veränderung an: Die Klosterkammer hat die Zehntscheune in Obernkirchen so umgebaut, dass sie ab Sommer für die Einlagerung auch wertvoller Exponate und empfindlicher Textilien zur Verfügung steht: "Über zehn Jahre haben wir Räume der Lebenshilfe nutzen dürfen - und ,wie bei Fielmann' nichts dazubezahlen müssen: Dafür herzlichen Dank." Für den bevorstehenden Umzug würden noch kräftige Helfer aus dem Verein gesucht, wobei entscheidende Vorarbeiten schon geleistet wurden: "Frau Gerhardt-Lorenz und Frau Heinke-Nülle haben für das Verpacken und Inventarisieren musealer Textilien allein schon über hundert Stunden geleistet!" König bedankte sich bei den hauptamtlichen Museums-Mitarbeitern Dr. Meyer sowie Herrn Fuchs und Frau Zwirkowski für ihren Einsatz - und auch bei seinen Vorstandskollegen Kloth, Kreth und Dr. Kniewske. Das Museum habe im vergangenen Jahr 7557 Besucher zu verzeichnen gehabt - eine stolze Steigerung gegenüber dem Vorjahr, wo lediglich 6200 Gäste begrüßt werden konnten. Dies bedeute zum einen auch mehr Einnahmen aus dem Ausstellungsbetrieb durch Eintrittsgelder und wachsenden Umsatz im Museums-Shop, zum anderen aber auch gesteigertes öffentliches Interesse an den diversen Sonderausstellungen - und das wiederum erhöhe die Bereitschaft von Sponsoren und Förderern, ihren Beitrag zu leisten. Besonders gefreut habe man sich auchüber einige stattliche Summen aus dem Nachlass von Heimatfreunden, die zum Teil zweckgebunden für die Beschaffung von Spazierbänken in der Nordstadt Verwendung finden - auch in Absprache mit dem Verschönerungsverein, der sich traditionell mit diesem Thema beschäftige. Der Kassenbericht ergab denn auch eine erfreulich stabile Kassenlage, sodass dem Vorstand ohne große Diskussion Entlastung erteilt wurde. Eine kleineÜberraschung gab es bei der Wahl von Dr. Reinhard Kniewske zum Ersten Vorsitzenden, der schon im vergangenen Jahr seine Bereitschaft zur Übernahme des Vorsitzes bekundet hatte. Ausdrücklich wünschte er sich den Landwirt Otto von Blomberg aus dem Auetal als Unterstützung für seine Arbeit im Vorstand - ein Vorschlag, dem die Anwesenden dann auch einmütig folgten. Die Berichte aus den Arbeitsgemeinschaften ergaben durchweg, dass die Vereinsarbeit auch in diesen Bereichen "gut aufgestellt" ist: Dokumentiert werden soll dies auch bei einer Ausstellung im Rahmen der Festveranstaltung zum Jubiläum, bei der auch eine Dokumentation zur Geschichte des Vereins vorgelegt werden soll. Nicht in die von Antje Rinne vom Arbeitskreis Denkmalschutz nach Ablauf der Antragsfrist geforderte Diskussion um den "Stein des Anstoßes" auf dem Kollegienplatz eintreten wollte die Versammlung, zeigte sich aber mehrheitlich bereit, das Thema in eine zeitlich begrenzte Arbeitsgruppe zu verweisen.

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