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Leben im Sägewerk: Aufwendige Sanierung macht’s möglich

Ahnsen. Neuer Kraftakt für das alte Denkmal: Eigentümerin Rita Madaus, geborene Schönbier, will nach der Bilderbuch-Sanierung der Ahnser Mühle nun auch das dahinter liegende und zeitgleich erbaute Ex-Sägewerk vor dem schleichenden Verfall retten – und in dem Objekt im Zuge des Umbaus vier Mietwohnungen errichten. Die Gesamtinvestition in den zu Madaus’ Elternhaus gehörendem Anbau beträgt 320 000 Euro; Zuschüsse gibt’s vom Denkmalschutz, der EU und der Gemeinde – zusammen aber nur 20 000 Euro. Baubeginn soll Ende November/Anfang Dezember mit dem Gießen der Bodenplatte sein.
Die auf ein Bauwerk aus dem Jahre 1577 zurückgehende Mühle wurde nach einem Brand 1899 an derselben Stelle neu errichtet; sie ist seit 1928 im Familienbesitz. Die zeitgleich mit der Mühle gebaute Werkstatt wurde sporadisch noch bis 1998 von Madaus’ im Jahre 2000 verstorbenen Vater Hans Schönbier sowie ihrem Onkel Heinz Schönbier betrieben.
„Was den Charme der Mühle, wie auch den der inzwischen ebenfalls fertig gestellen Maisonettwohnung betrifft, so versprüht diesen Charme auch das frühere Sägewerk“, sagt die in Lübeck unterrichtende Lehrerin für Französisch, Philosophie und Russisch. „Denn alle diese Objekte sind Industriedenkmäler und das bedeutet: außen wie innen ist nichts von der Stange.“ Das hat sich offenbar in Stadt und Land herum gesprochen: „Obwohl es die vier Wohnungen bislang nur auf dem Reißbrett gibt, habe ich bereits jetzt neun Anfragen von Mieteinteressenten aus den umliegenden Dörfern“, freut sich Madaus.

Sägewerk

Ahnsen. Neuer Kraftakt für das alte Denkmal: Eigentümerin Rita Madaus, geborene Schönbier, will nach der Bilderbuch-Sanierung der Ahnser Mühle nun auch das dahinter liegende und zeitgleich erbaute Ex-Sägewerk vor dem schleichenden Verfall retten – und in dem Objekt im Zuge des Umbaus vier Mietwohnungen errichten. Die Gesamtinvestition in den zu Madaus’ Elternhaus gehörendem Anbau beträgt 320 000 Euro; Zuschüsse gibt’s vom Denkmalschutz, der EU und der Gemeinde – zusammen aber nur 20 000 Euro. Baubeginn soll Ende November/Anfang Dezember mit dem Gießen der Bodenplatte sein.
Die auf ein Bauwerk aus dem Jahre 1577 zurückgehende Mühle wurde nach einem Brand 1899 an derselben Stelle neu errichtet; sie ist seit 1928 im Familienbesitz. Die zeitgleich mit der Mühle gebaute Werkstatt wurde sporadisch noch bis 1998 von Madaus’ im Jahre 2000 verstorbenen Vater Hans Schönbier sowie ihrem Onkel Heinz Schönbier betrieben.
„Was den Charme der Mühle, wie auch den der inzwischen ebenfalls fertig gestellen Maisonettwohnung betrifft, so versprüht diesen Charme auch das frühere Sägewerk“, sagt die in Lübeck unterrichtende Lehrerin für Französisch, Philosophie und Russisch. „Denn alle diese Objekte sind Industriedenkmäler und das bedeutet: außen wie innen ist nichts von der Stange.“ Das hat sich offenbar in Stadt und Land herum gesprochen: „Obwohl es die vier Wohnungen bislang nur auf dem Reißbrett gibt, habe ich bereits jetzt neun Anfragen von Mieteinteressenten aus den umliegenden Dörfern“, freut sich Madaus.
Dabei ist auch der aktuelle Zustand des an der Rückseite der Mühle mit Front zur Aue gelegenen und gleichfalls aus rotem Klinker errichteten Sägewerks augenscheinlich wenig dazu angetan, bei Interessenten Begeisterungsstürme und Begehrlichkeiten zu wecken: „Die Werkstatt“, schmunzelt die Investorin, „hat sich über die Jahre hinweg offensichtlich zum Sperrmüll-Abladeplatz des halben Dorfes entwickelt“. Tatsächlich lümmeln sich im frei zugänglichen Inneren alte Matratzen, stehen abgelegte Polstergarnituren und diverse kaputte Kühltruhen herum. Doch damit soll’s jetzt bald ein Ende haben.
„Nachdem wir das Sägewerk entrümpelt haben, werde ich auf der 220 Quadratmeter großen Grundfläche im Erdgeschoss zwei jeweils 110 Quadratmeter große Wohnungen bauen lassen. Im Obergeschoss werden zwei weitere entstehen, die aber wegen der Schrägen nur eine Fläche von jeweils 70 Quadratmetern haben werden“, blickt Madaus voraus. Der Zugang zu Letzteren soll über eine außen anliegende Freitreppe mit Empore erfolgen. Ursprünglich wollte die Investorin den Giebel des Sägewerks komplett verglasen lassen. Aber da spielten die Denkmalschützer nicht mit; die hätten nämlich im Giebel überhaupt keine Fenster gewollt. „Jetzt“, so die frühere Ahnserin, „haben wir uns auf einen Kompromiss geeinigt: Glas ja, aber in Form von mehreren unterschiedlich großen Fenstern.“

Mehr morgen in der LZ/SZ.

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