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"Tag des offenen Hofes" bei Hasse mit Magnetwirkung / Wandel beim Verbraucher beobachtet

Landwirtschaft attraktiv - tausende Besucher!

Heeßen (ly). Gegensätze, so heißt es, ziehen sich an. Beim "Tag des offenen Hofes" beim Agrar-Service Hasse in Heeßen haben technische Gegensätze, wie sie krasser kaum sein könnten, tausende von Menschen angezogen. Auf der einen Seite standen die "Rintelner Ackerbürger" mit historischen Schnauferln wie dem 11erDeutz von 1947 (elf PS), auf der anderen der hochmoderne Maschinenpark des Dienstleisters Hasse mit gewaltigen Zugmaschinen und anderem schweren Gerät.

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Die Mischung macht's. Und diese Mischung hatte es auch sonst in sich: Futtern wie bei Muttern, Musik und bäuerliche Kleinkunst, Vorführungen alten Handwerks und Spiele für die Jüngsten, um nur einige Angebote zu nennen. Kurzum: Spaß und Infos ohne Ende. Die Veranstaltung, nach sechs Jahren die zweite auf dem Hof Hasse, darf daher als voller Erfolg verbucht werden. Zwei Stunden vor dem Ende rechnete Juniorchef Dirk Hasse mit bis zu 10 000 Besuchern. Auch die Gäste hatten eine Aufgabe: Fragen stellen. Und das taten sie, wodurch Dirk Hasse ein Stimmungsbild (bestätigt) bekam. Erkenntnis Nummer eins: Das Bewusstsein der Verbraucher wandele sich. "Qualität hat ihren Preis", zitierte der Juniorchef aus vielen Gesprächen. Geiz ist geil? Offenbar vorbei. Zweitens: Verbraucher wollten die landwirtschaftliche Produktion nachvollziehen, um genau diesen Qualitätsanspruch zu hinterfragen. Und drittens: "Das Verständnis für die Landwirtschaft wächst." Manche Arbeiten ließen sich halt erst in den Abendstunden erledigen. Eröffnet hatten den "Tag des offenen Hofes" bei Hasse Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier und Kreislandwirt Heinz Schweer. Harte Arbeit, schlechte Bezahlung, Abhängigkeit vom Wetter: Schöttelndreier beleuchtete auch die Schattenseiten der Landwirtschaft, sicherte aber zugleich die Unterstützung des Landkreises zu. In der Regionalen Entwicklungskooperation (REK) verfolgen die Schaumburger mit ihren Partnern verschiedene Ziele, darunter die Förderung von Produkten aus der Region, Direktvermarktung und Zusammenschlüsse unter Erzeugern. "Ganz neu ist unsere Initiative zur Förderung alternativer Energien aus nachwachsenden Rohstoffen", erklärte der Landrat. "Gemeinsam mit der Weserbergland-AG haben wir das ehrgeizige Ziel, als Modellregion voranzugehen." Nicht zu vergessen: die Dorferneuerung mit einem Investitionsvolumen von mehr als 30 Millionen Euro und 40 Dörfern im Programm. "Damit", so Schöttelndreier, "steht das Schaumburger Land in Niedersachsen an der Spitze."

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