weather-image
15°
Betrieb für Ferkelaufzucht soll um Schweinemast ergänzt werden / Auch Biogasanlage vorgesehen

Landwirt will Maststall an der B 217 errichten

Bad Münder/Flegessen (jhr). An der B 217 auf Höhe Flegessen will ein Landwirt einen Maststall für Schweine und eine Biogasanlage errichten. Jetzt informierte die Stadtverwaltung die Mitglieder des Verwaltungsausschusses über das Vorhaben. Sowohl der Maststall als auch die Biogasanlage gelten bauplanungsrechtlich als privilegiert.


Landwirt Dr. Albrecht Brandes hatte bereits im Februar eine Genehmigung zum Bau eines Ferkelaufzuchtbetriebes auf dem Luftlinie rund 600 Meter vom Flegesser Ortsrand entfernt gelegenen Areal in Verlängerung des Lohfeldweges erhalten, zwischenzeitlich aber sein Konzept überarbeitet. „Wenn wir ein solches Projekt angehen, dann muss alles stimmen und zukunftsfähig ausgerichtet sein. Dann muss es ein Standort sein, der sich auch entwickeln kann“, begründet er seine Entscheidung, gleich die für ihn maximale Anlagengröße zu beantragen: Der neue Stall soll im Bereich der Ferkelaufzucht bis zu 936 Tiere und im Bereich der Mast bis zu 1600 Tiere aufnehmen können – eine Größenordnung, die aber erst im Laufe einiger Jahre erreicht werden kann. Eine direkt angrenzende Biogasanlage soll für bis zu 500 Kilowatt Leistung ausgelegt sein und mit der anfallenden Gülle betrieben werden.

Für Brandes und seine Familie stellen Stall und Biogasanlage außerhalb des Ortes die konsequente Erweiterung ihres Betriebes dar: Auf ihrem Hof im Ort stehen 180 Zuchtsauen, die Ferkel werden mit 28 Kilo Gewicht an Mäster abgegeben. Ein Umstand, der den Landwirt in deutlicher Abhängigkeit der Mäster hält und von einem wesentlichen Teil der Wertschöpfung abschneidet. Ein eigener Maststall hingegen bedeutet mehr Flexibilität. Über die Biogasanlage kann Gülle verwertet und Wärme produziert werden – zunächst für den Stall, in einem weiteren Schritt will Brandes auch über die Wärme- oder Energieversorgung für Objekte in Flegessen Gespräche führen.

Den Standort hält der Landwirt für den geeignetsten im Bereich Flegessen – er liegt weit vom Ort entfernt und ist gut erreichbar. „Wir hätten auch ohne Erschließungskosten direkt angrenzend an unseren Hof bauen können, doch bei der vorherrschenden Windrichtung wären Proteste im Ort vorprogrammiert gewesen. Schließlich will man ja weiterhin mit seinen Nachbarn guten Kontakt haben“, sagt Brandes.

Um Fragen der Flegesser zum Maststall beantworten zu können, will Familie Brandes zu einer Infoveranstaltung einladen. Die Politik wird sich am 25. November im Planungsausschuss und am 2. Dezember im VA mit dem Bauantrag befassen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare