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Landkreis weiter in der Verantwortung

Landkreis. Bei der Betreuung von Flüchtlingen übernimmt der Landkreis weiterhin wichtige zentrale Aufgaben. Das hat Landrat Jörg Farr gegenüber dieser Zeitung betont.

Zwar werden mit der Suche und Ausstattung von Wohnungen ab Mitte Oktober die Kommunen beauftragt (wir berichteten). Die Rollenverteilung sehe aber vor, dass der Landkreis weiterhin zentrale Themen wie Leistungsgewährung, Krankenhilfe und Abrechnungen erledigt, führte Farr aus. „Die Sozialarbeit und die Sprachkurse werden auch von uns organisiert“, so der Landrat weiter. Zudem werde der Landkreis auch weiterhin seine schon vorhandenen 150 Flüchtlingswohnungen betreuen. Außer dem Betrieb der drei bestehenden Gemeinschaftsunterkünfte wolle der Landkreis „weitere einrichten“, kündigte der Landrat an.

„In anderen Landkreisen sind die Gemeinden komplett für die Gesamtaufgabe der Flüchtlingsbetreuung herangezogen worden“, sagte Farr. „Aufgrund unseres bisher gut funktionierenden Systems habe ich hier die Teilung der Aufgabenwahrnehmung vorgeschlagen.“

Es handele sich „sicherlich um eine der größten Herausforderungen der letzten Jahre“, so Farr: „Was wir bis jetzt erlebt haben, von Haupt-, vor allem aber von Ehrenamtlichen, ist typisch für Schaumburg: Anpacken und Probleme lösen.“ Angesicht der avisierten Quote an Flüchtlingen von 1,5 Prozent an der Gesamtbevölkerung „sollte die Problemlösung mit Toleranz und Rücksichtnahme möglich sein“. Dauerhaft könne eine Lösung aber nur in einem kontrollierten Asylsystem und einer geregelten Zuwanderung liegen, betonte Farr.ssr

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