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Kunst(t)raum mit einzigartigem Charme

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Afferde (git). Nanu? Hängt das Bild schief oder ist es der daneben verlaufende Holzbalken der den Darauf-blickenden verwirrt? Eva Maria Kostros und Olaf Lunte schmunzeln, „das Gebäude hat eine Neigung von 15 Grad“ erklären die Besitzer des neuen, offenen Ateliers „kunst(t)raum“ in Afferde im Mühlenhof.“Unsere unzähligen großen und kleinen Kunstwerke hier zufriedenstellend an die Wände zuhängen bedeutet schon eine Herausforderung“, geben die beiden Künstler zu. Sie präsentieren ausnahmslos Eigenwerke, die auch käuflich erworben werden können. Acrylbilder in bunten Farben wechseln sich mit Zeichnungen in Schwarzweiß ab. Fotografien und Steinarbeiten als Kunstobjekte sind das Steckenpferd von Olaf Lunte. In einer Ecke steht ein großes Bücherregal mit alten Kunstbüchern, die zum stöbern einladen. „Für Afferde ist das offene Atelier eine kulturelle Bereicherung“, findet Ortsbürgermeisterin Waltraud Mehring nach ihrem spontanen Besuch.

Mit dem „kunst(t)raum“ wurde für Eva Maria Kostros und Olaf Lunte ein Traum war. 850 Stunden Eigenarbeit haben die beiden Hamelner Künstler in drei Jahren in die baufällige Scheune der alten Mühle gesteckt. Statt trister, dunkler Holzbretter, durch die der Wind pfeift, umhüllen den etwa 70 qm großen Raum nun weiße massiv gemauerte Wände. „Wir mussten das Dach komplett erneuern und auch einen Teil des Fundamentes austauschen“, sagt Olaf Lunte und zeigt auf verschiedene Fotos. Das eingearbeitete Fachwerk und der lichtdurchflutete Dachstuhl wirken dabei schon wie von selbst als Kunstwerk. Der Afferder „kunst(t)raum“ strahlt einen einzigartigen Charme aus, der den Besucher sogleich in Beschlag nimmt. Hier finden sich keine Bilder an tristen Präsentationswänden. Hier „leben“ die Werke zwischen historischen Balken, die ein Teil von Afferdes Geschichte sind. Eva Maria Kostros freut sich besonders auf ihren ersten Sommer im „kunst(t)raum“.

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