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Feuerwehr Hehlen erhält seit drei Jahren keine Atemschutzlehrgänge

Kritische Worte

HEHLEN. Harsche Kritik übte der Ortsbrandmeister von Hehlen, Jan Arne Schoke, an der Ausbildung im Landkreis Holzminden.

Ortsbrandmeister Jan Arne Schoke ist wütend. FOTO: BOR
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Julia Alin Reporter

Wie bereits in den Jahren 2015 und 2016 sei der Feuerwehr Hehlen auch für das Jahr 2017 kein Ausbildungsplatz für Atemschutzgeräteträger zugeteilt worden: „Wir sind eine Stützpunktfeuerwehr mit Schwerpunkt Gefahrgut. Der Landkreis Holzminden hat vielleicht verschlafen, seine Atemschutzstrecke in den Griff zu bekommen, sicherlich ist das nur einer der Gründe, warum nicht ausreichend Lehrgangsplätze angeboten werden.“

Für 2017 hat die Ortsfeuerwehr Hehlen auf Kreisebene elf Lehrgänge beantragt. Darunter auch drei für Atemschutz. „Mittlerweile wissen wir, dass die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle insgesamt 20 Plätze für Atemschutz beantragt und 12 bekommen hat“, meint der Ortsbrandmeister. Die Wehr Hehlen sei aber wieder leer ausgegangen. Lediglich zwei von den elf angeforderten Lehrgängen, nämlich einen Sprechfunkerlehrgang und eine Weiterbildung für Gruppenführer, hätte man erhalten. Und so fragt sich der Ortsbrandmeister jetzt: „Wer hat das entschieden und warum?“ Weitere Aufreger in seiner langen Liste waren für den Ortsbrandmeister die Dachbox für das LGF, deren Anschaffung gestrichen wurde, um damit Reparaturkosten am Fahrzeug zu decken. So fragte sich Schoke: „Was passieren könne, wenn die Dachbox nicht im Haushalt eingeplant gewesen wäre? Hätte man dann das Fahrzeug im defekten Zustand belassen? Gerne hätten wir auch die alten Schwimmwesten weiter zu Ausbildungszwecken genutzt. Diese mussten allerdings abgegeben werden, um die neuen zu erhalten. Ich glaube, es ist einmalig, dass ein Ortsbrandmeister ausgesondertes Material erst abgeben muss, um neues zu erhalten. Wer die alten Schwimmwesten erhalten hat, wurde mir nicht mitgeteilt.“

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