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Vorstand reagiert mit Unverständnis auf Kritik an Wulff und CDU / Drewes: SPD-Chef im Kampf um Nominierung

Kreis-CDU: Bartling soll zur Sachlichkeit zurückkehren

Landkreis (rd). Der Kreisvorstand der CDU Schaumburg hat mit völligem Unverständnis auf die jüngste Kritik des Schaumburger SPD-Chefs Heiner Bartling an Ministerpräsident Christian Wulff und an der CDU reagiert.

Nach einer Pressenotiz der Kreis-CDU interpretierten die meisten Mitglieder des Vorstandes die Ausführungen Bartlings als "unglücklichen Versuch, bereits jetzt den Wahlkampf vom Zaun zu brechen". "Wer eine Regierung kritisiert, die es geschafft hat, den ersten verfassungskonformen Haushalt seit Jahren vorzulegen, und Niedersachsen zurück auf die Erfolgsspur zu bringen, der scheint uns schon ein wenig realitätsfern zu sein", so der CDU-Kreisvorsitzende Klaus-Dieter Drewes. Nach Meinung des CDU-Kreisvorstandes "wäre Herr Bartling sowieso besser beraten, erstmal seine eigenen Reihen zu ordnen, glauben doch viele Schaumburger SPD-Genossen selbst nicht mehr an einen Wahlsieg ihrer Partei im kommenden Jahr". In der Pressemitteilung heißt es weiter: "Heiner Bartling sollte sich auf seine Aufgaben als SPD-Unterbezirksvorsitzender und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Landtag besinnen und eine solide Oppositionsarbeit auf die Beine stellen, anstatt mit haltloser Kritik die Gazetten füllen zu wollen." Die CDU-Politiker Burkhard Balz und Dr. Joachim Runkel, so Drewes, hätten sich bis zum Abschluss der Wahlkreisreform sehr aktiv für die Schaumburger Interessen eingesetzt. Dass Bartling "wider besseres Wissen" etwas anderes behauptet, sei unredlich und deute ebenfalls darauf hin, dass er im Vorwahlkampf um seine eigene Nominierung den CDU-Kandidaten Runkel angreifen möchte. Drewes: "Er sollte sich dafür allerdings ein anderes Themenfeld aussuchen, denn Herr Bartling konnte selbst bei der Wahlkreisreform keinen Erfolg für Schaumburg verbuchen. Obwohl er stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag ist, konnte er sich in der eigenen Fraktion nicht gegen die Mehrheit seiner eigenen Kolleginnen und Kollegen durchsetzen." Viel schwerer wiege allerdings, dass Bartling es als niedersächsischer Innenminister unterlassen hat, die "von Bevölkerung und Politik gewünschte" Wahlkreisreform anzugehen, deshalb entziehe sein eigenes Handeln seinen heutigen Aussagen den Boden. Die CDU Schaumburg bedauere es, dass "Herr Bartling die Notwendigkeit verspürt, seine Parteigenossen im Vorwahlkampf mit unglücklichen Ausfällen gegenüber unserem Ministerpräsidenten Christian Wulff in Stimmung zu bringen" und fordert ihn auf, zur Sachlichkeit zurückzukehren und sich "um ein gutes Verhältnis zu den derzeitigen und zukünftigen Entscheidungsträgernin Niedersachsen zu bemühen".

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