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Wer nicht arbeiten kann, darf auch nicht auf eine Party gehen

Krank feiern

Springe/Bad Münder. Wer trotz einer Krankmeldung am Abend eine Tanzveranstaltung besucht, verstößt gegen seine Pflicht, alles Zumutbare für eine rasche Genesung zu unternehmen. Außerdem sei dieses Verhalten unkollegial, urteilte das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt (Az. 10 L 6/14).

Wie die Deutsche Anwaltshotline berichtet, versuchte ein Polizeibeamter seine anstehende Nachtschicht mit einem Kollegen zu tauschen. Als ihm dies nicht gelang, meldete er sich für die Schicht krank, da er sich einen Nerv eingeklemmt habe. Nach einer verschlimmbessernden Behandlung konnte der 48-Jährige weder schmerzfrei liegen noch sitzen, sondern nur noch stehen und gehen. Am Abend holte ihn dennoch ein Freund mit dem Auto ab und die beiden besuchten bis zwei Uhr morgens eine Tanzveranstaltung.

Als sein Arbeitgeber das erfuhr, kürzte er ihm seine monatlichen Dienstbezüge. Er habe durch den Besuch der Veranstaltung seine Genesung verzögert. Das wollte der Mann aber nicht hinnehmen und ging vor Gericht.

Doch ohne Erfolg. Der Beamte habe gegen die ihm obliegende Genesungspflicht verstoßen, urteilten die Richter. Danach muss er alles ihm Zumutbare unternehmen, um möglichst schnell wieder fit zu sein. Auch, dass einige Kollegen wegen seinem Fehlen länger arbeiten oder früher zum Dienst erscheinen mussten, wiege zusätzlich schwer.ndz

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