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Kraniche sollen Japan helfen

Menschen in Thailand und vielen anderen Ländern falten für Japan Papier-Kraniche. Darauf schreiben sie ihre Wünsche und Gedanken für die Opfer des Tsunamis und des Erdbebens. Die Kraniche werden dann nach Japan geschickt. Dort werden solche Papier-Kraniche eigentlich für Geburtstage oder Hochzeiten gefaltet, und dann als Glücksbringer verschenkt. Eine alte japanische Legende besagt, dass die Götter einen Wunsch erfüllen, wenn man 1000 Kraniche aus Papier faltet.
Es gibt aber noch eine andere Geschichte, bei der es um die Papiervögel geht. Am 6. August 1945 wurde zum ersten Mal eine Atombombe in einem Krieg eingesetzt.

Sadako Sasaki steht als Statur im Friedenspark von Hiroshima. Foto: dpa

Menschen in Thailand und vielen anderen Ländern falten für Japan Papier-Kraniche. Darauf schreiben sie ihre Wünsche und Gedanken für die Opfer des Tsunamis und des Erdbebens. Die Kraniche werden dann nach Japan geschickt. Dort werden solche Papier-Kraniche eigentlich für Geburtstage oder Hochzeiten gefaltet, und dann als Glücksbringer verschenkt. Eine alte japanische Legende besagt, dass die Götter einen Wunsch erfüllen, wenn man 1000 Kraniche aus Papier faltet.

Es gibt aber noch eine andere Geschichte, bei der es um die Papiervögel geht. Am 6. August 1945 wurde zum ersten Mal eine Atombombe in einem Krieg eingesetzt. Die Amerikaner bombardierten die japanische Stadt Hiroshima. Die Bombe explodierte über der Stadt, ein riesiger Atompilz stieg auf. Nur drei Tage später warfen die Amerikaner erneut eine Atombombe ab. Sie traf Nagasaki. Die Wirkung der Atombomben ist grausam: Tausende von Menschen sterben sofort an den starken Verbrennungen und an der radioaktiven Strahlung. Auch noch viele Jahre später sind die Auswirkungen zu spüren. Viele Menschen leiden an den Folgen der Verstrahlung, werden krank und sterben. Auch Sadako Sasaki war davon betroffen: Sie ist noch ein Kleinkind, als die Atombombe über ihrer Heimatstadt Hiroshima abgeworfen wurde. Zu Beginn schien es so, als hätte sie die Strahlenbelastung nicht krank gemacht. Doch 1954 im Alter von elf Jahren kollabierte sie während eines Lauftrainings. Bei einer Untersuchung wurde Krebs festgestellt – verursacht durch die Strahlung der Atombombe.

Eine Freundin erzählte Sadako die Legende der 1000 Papierkraniche: Sie sollen zusammen einen Wunsch erfüllen können. Sadako hat nur einen Wunsch: Sie will überleben. Im Krankenhaus faltete sie 644 Kraniche, mehr schaffte sie nicht. Am 25. Oktober 1955 starb Sadako. Ihre Freunde falteten für sie die restlichen Kraniche, die zu den 1000 fehlten. Mit ihnen wurde Sadako begraben. Seit 1958 steht im Friedenspark von Hiroshima die Statue von Sadako. In ihren Händen hält sie einen goldenen Kranich. Über Sadakos Lebensgeschichte sind viele Bücher erschienen, wodurch ihre Geschichte sehr bekannt geworden ist. Auch heute noch kennt in Hiroshima ihre Geschichte jedes Kind. Aufgrund der weltweiten Verbreitung und Anteilnahme an Sadakos Geschichte, wurden Origami-Kraniche zu einem Symbol der internationalen Friedensbewegung und des Widerstands gegen den Atomkrieg. Nun falten viele Menschen für die Japaner die bunten Kraniche. Denn auch in Japan kann es zu einer schlimmen Atomkatastrophe kommen. Die Papiertiere sollen die Menschen davor beschützen.cal

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