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Kinderchöre beglücken zum vierten Advent in St. Cosmas und St. Damian

Konzertgäste spenden Kindern Beifall, der von Herzen kommt

Petzen. Dass es am Samstagnachmittag in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche St. Cosmas und St. Damian anhaltenden Beifall gab, hatte nichts mit obligatorischer Freundlichkeit zu tun. Das Wohlwollen des Publikums kam von Herzen, denn die Singschule II und die Kinderchöre I und II vom "Schaumburger Jugendchor" stellten sich beim Konzert zum vierten Advent in all ihren Facetten vor.

Die jungen Kehlen in der Petzer Kirche. Foto: mig

Autor:

Dietlind Beinßen

Die Gründe, den Wiedergaben froh zu lauschen, sollten sich häufen. Unbefangen und guter Dinge starteten die Allerjüngsten aus der Singschule II unter Obhut von Katrin Jonaitis den Christfestreigen und hatten dafür sage und schreibe neun Lieder im Kopf parat. Ob "Schneeflöckchen, Weißröckchen", "Ein kleiner weißer Schneemann", "In der Weihnachtsbäckerei" oder "Weißt du wie viel Sternlein stehen?", die muntere Schar wusste, wo es gesanglich lang geht und wie man sich wirkungsvoll präsentiert. Ein bisschen waren den Winzlingen die sieben- bis elfjährigen Mädchen und Jungen aus Karina Seefeldts Kinderchören in Sachen Hellhörigkeit und Disziplin beim nächsten Beitrag naturgemäß voraus, doch klappte der gemeinsam in Angriff genommene, flotte Song "Tausend tolle Plätzchen" aus "Der Schweinachtsmann" von Jörg Hilbert und Felix Janosa prima. Und 50 kleine Eleven unter einen Hut zu bekommen, das will was heißen! Einen bunten, auf die Weihnachtszeit abgestimmten Melodienstrauß überreichten dann Karina Seefeldts niedliche Zöglinge allein per Gesang ihren Müttern, Vätern, Geschwistern und den anderen Interessenten. Sie taten das voller Spaß und Verve. Wenn da die zweite Stimme die erste vor lauter Eifer doch mal kurz übertönte, machte das überhaupt nichts. Lustvoll und erstaunlich aufmerksam führte die ansonsten noch so erfreulich intuitive Schar Melodien aus Russland, Finnland und der Schweiz vor und überraschte sogar mit vier Titeln aus einem Musical zur Weihnachtsgeschichte von Jörg Ehni und Uli Führe. Das ganze Treiben begleitete Vera Spindel wie immer souverän am Klavier. Ach ja, Klavier: Davon verstanden die Choristin Nele Tackenberg sowie Steven Matthies schon eine Menge und zeigten das hörbar gern mit dem vierhändigen Pinguintanz. Bei aller Anerkennung für die engagierte Kleinkindercrew wurde doch deutlich, wie viel jahrelanger Stimmschulung und Vorbereitung es bedarf, um später im ersehnten "Schaumburger Jugendchor" landen zu dürfen.

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