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Helfer haben das Zirkuszelt abgebaut / Jürgen Becker und Mitstreiter verhandeln mit Bands für kommendes Jahr

Konzerte im Rockzelt: Nach der Saison ist vor der Saison

Bad Münder (lil). Mit vereinten Kräften haben Jürgen Becker und seine ehrenamtlichen Helfer jetzt das Rockzelt an der Süntelstraße abgebaut und eingelagert. „Die Saison ist sehr gut gelaufen“, bilanziert Becker. Doch statt sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, plant er schon für die kommende Saison, die im Mai beginnt.

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„Mittlerweile bewerben sich die Bands bei uns“, berichtet Becker. Das Interesse, im Zirkuszelt aufzutreten, sei da. Theoretisch könnte er sich aussuchen, wer in Bad Münder spielt – allerdings gibt es Grenzen, was die Gagen anbelangt. „Die Chancen sind relativ hoch, dass eine ‚Status Quo‘-Coverband im nächsten Jahr hier auftritt“, gibt der Münderaner einen Vorgeschmack. Auch stehen Becker und seine Mitstreiter mit „Sweety Glitter“ in Verhandlungen. Fest steht, dass die Bands wieder aus dem Pop-Rock-Bereich stammen, auch sollen Blues-Einflüsse zum Tragen kommen. Neun Konzerte und eine Benefizveranstaltung soll es geben. Über das Programm für 2013 können Musikfans bis zum 15. November auf der Homepage www.rockzelt-camp-balu.de abstimmen.

Am besten besucht war das Konzert von „Abba Review“. „Da mussten wir sogar Leute wieder nach Hause schicken“, sagt Becker, dessen persönlicher Höhepunkt der Auftritt der „Dire Strats“ war.

Das Konzept „Rockzelt“ funktioniere, berichtet der Veranstalter, davon leben kann der gelernte Erzieher allerdings noch nicht. „Es klappt nur, weil alle ehrenamtlich arbeiten.“ 12 bis 15 Helfer sind bei jedem Konzert im Einsatz, außerdem weist die mündersche Ortsfeuerwehr die Besucher auf dem Parkplatz ein. „Die Tendenz geht dahin, dass die Leute auch von weiter her kommen, etwa aus Uslar“, hat Becker in der zweiten Saison festgestellt. Einige Stammgäste gebe es bereits.

Was es zu optimieren gilt: „Mit der Toiletten-Situation sind wir nicht zufrieden.“ Zurzeit stehen den Gästen mobile Toiletten zur Verfügung, da es laut Becker „wahnsinnig teuer“ ist, Kanal- und Wasserleitungen zu legen. Auch habe er aus der Erfahrung gelernt, von jedem Künstler eine Handynummer zu verlangen. „Zwei Bands standen im Stau und kamen zu spät – das kostet als Veranstalter Nerven.“

Erst 2011 hatte sich eine kleine Gruppe Münderaner zusammengetan, um die Kulturlandschaft der Kurstadt und Umgebung zu bereichern. Neben den Konzerten bieten sie Klassenfahrten mit zirkuspädagogischem Programm an. „Ich hatte ein wenig Angst, für beides allein zu haften“, erklärt Becker, warum eine KG hinter dem Rockzelt Camp Balu steht. Und: „Wir suchen noch weitere stille Teilhaber.“

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